Chemnitz (ots) – Zu den gescheiterten Sondierungsgesprächen von rot-rot-grün in NRW kommentiert die in Chemnitz erscheinende “Freie Presse”:
Der SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft war das Risiko eines Scheiterns mit den Linken offenbar zu groß. Mit ihrem klaren Nein zu einem Pakt mit den Linken hat Hannelore Kraft auch die Glaubwürdigkeit der Bundes-SPD gestärkt. Vor der Wahl hatte sie den Linken die Regierungsfähigkeit abgesprochen und dies in den gestrigen Gesprächen bestätigt gefunden. “Klare Kante” nannte das einst der frühere SPD-Chef Franz Müntefering.
In Grunde aber wäre ein solches Bündnis für die gesamte SPD sowieso noch zu früh gekommen. Denn vor einigen Wochen hieß es in der Bundespartei, man sei noch dabei, die Trümmer der Bundestagswahl 2009 wegzuschaffen. Die angestrebte Erneuerung der Partei ist also noch im Gange, ihr Verhältnis zur Linken immer noch ungeklärt. Nun waren sie in NRW plötzlich dazu verdonnert, über höchst riskante Strategien zu entscheiden. Bei der Landtagswahl wurde zudem deutlich, dass sich die SPD mitnichten erholt hat.
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