Chemnitz (ots) – Der Zeitplan zur Fusionierung der drei Landesdirektionen in Sachsen wird sich offenbar nach hinten verschieben. Das sagte gestern der Burgstädter CDU-Politiker Thomas Schmidt nach einer Sitzung der Arbeitsgruppe von Unions-Abgeordneten aus dem Direktionsbezirk Chemnitz mit den Landräten der Region und der Oberbürgermeisterin von Chemnitz in Dresden. Zwar soll die bei der Staatsregierung 2009 gebildete Projektgruppe bis Herbst Vorschläge unterbreiten, doch sollen zunächst verschiedene Varianten auf den Tisch kommen. Im Mittelpunkt stünde die Frage, wie im Zuge der Verwaltungsreform Aufgaben gebündelt oder effektiver erfüllt werden können. Erst im Frühjahr werde sich das Kabinett damit befassen. “Wir sind uns darüber einig, dass über das Ziel einer Staatsmodernisierung ergebnisoffen diskutiert werden muss”, sagte Schmidt. Denkbar seien unter anderem zwei Varianten. Zum einen wäre eine Modernisierung innerhalb der jetzigen Strukturen und damit der Fortbestand von drei Häusern denkbar. Zum anderen könnte es künftig auch nur noch eine Mittelbehörde geben. “Sollte es darauf hinaus laufen, muss der Stadtort Chemnitz sein. Denn Chemnitz würde damit mehr gewinnen, als Leipzig und Dresden verlieren würden”, so Schmidt. Es gehe letztlich um Arbeitsplätze in der Verwaltung und da dürfe sich die Entwicklung zu Ungunsten von Chemnitz nicht noch weiter verschärfen. “Uns ist klar, dass wir dafür auch innerhalb unserer Fraktion und beim Koalitionspartner FDP unbedingt Mehrheiten finden müssen.”
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