Frankfurter Neue Presse: Ein bisschen Köhler. Chefredakteur Rainer M. Gefeller über die Rede des Bundespräsidenten



Frankfurt am Main (ots) – Und jetzt gibt er plötzlich und unerwartet den Super-Köhler, greift Währungshüter, Banker und Europa-Politiker an – zu einem Zeitpunkt, da die Mehrheit der Deutschen den Regierenden eine Bewältigung der Schulden-Krise nicht zutraut. Einen Angriff auf Angela Merkel allerdings gönnt sich Wulff nicht; dennoch könnte er all jenen in der Regierungskoalition aus der Seele gesprochen haben, die ein wachsendes Unbehagen an den immer neuen Euro-Rettungs-Plänen der Kanzlerin umtreibt. Ein bisschen Aufruhr gegen Merkel liegt in der Luft, da kommt die Rede vom Bodensee gerade recht. Werden wir also nun einen anderen Wulff erleben? Unbequemer, kantiger, sich stärker einmischend? Abwarten. Noch ist nicht raus, ob der Bundespräsident sein Amt tatsächlich neu interpretieren will – dann wäre es mit einer Eintags-Rede nicht getan.

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Frankfurter Neue Presse
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Peter Schmitt
Telefon: 069-7501 4407

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