Exzellente Forschungserfolge im Chip-Entwurf für Elektroniksysteme von Morgen



(pressebox) Hannover, 09.01.2009, Angesichts der hohen Summe, die derzeit für die Stützung der Wirtschaft aufgewendet wird, verdienen innovative Finanzierungsmodelle, die auch mit geringen Mitteln viel bewirken, besondere Beachtung. Mit der EDA-Clusterforschung unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen mit der heimischen System- und Halbleiterindustrie den verbesserten Chip-Entwurf elektronischer Systeme. Wegen seiner hervorragenden praxisrelevanten Forschungsergebnisse und der gleichzeitigen positiven Auswirkungen auf die Hochschul-Ausbildung wird die EDA-Clusterforschung jetzt deutlich ausgeweitet.

Bei der EDA-Clusterforschung arbeiten Universitäten und Forschungsinstitute in enger Kooperation mit der Industrie im Bereich der Entwurfsautomatisierung (Electronic Design Automation, EDA) und entwickeln dabei die Methoden, die den Entwurf elektronischer Systeme von Morgen in Deutschland ermöglichen. Automobilzulieferer, Hersteller von Telekommunikationstechnik und viele weitere Branchen profitieren von den Ergebnissen durch höhere Produktivität, kürzere Entwicklungszeiten und die neuen Methoden, die innovative Produkte erst möglich machen. Nach Abschluss der ersten beiden Projekte SAMS (Förderkennzeichen 01 M 3070) und FEST (Förderkennzeichen 01 M 3072) hat der Transfer in die industriellen Entwicklungsabteilungen bereits begonnen.

Das vor 5 Jahren initiierte Erfolgsmodell für nationale Forschung mit Weitblick wird jetzt ausgebaut. Das BMBF erweitert seine Förderung so deutlich, dass mehr als doppelt so viele EDAClusterforschungsprojekte wie bisher ermöglicht werden.

Für das edacentrum, fachlicher Koordinator dieser Projekte, ist die aufgestockte Förderung eine hohe Wertschätzung der erfolgsorientierten Arbeit. Dr. Volker Schöber, (Leitung EDA-Clusterforschung im edacentrum): "Mit der Zusammenarbeit von Hochschulen und Industrie in den EDAClusterforschungsprojekten entstehen viele neue Ideen in der Entwurfsautomatisierung. Sie kommen so Jahre früher zur industriellen Anwendung. Dies ist ein großer Vorteil für die deutsche Industrie."

Bei der EDA-Clusterforschung finanzieren das BMBF und ein Industriekonsortium gemeinsam die Arbeit eines bundesweiten Forscherteams, das von unabhängigen Experten zusammengestellt wird. Die Forscher werden von dem Industriekonsortium fachlich begleitet, was die Praxisrelevanz der Forschungsarbeiten sichert und gleichzeitig einen schnellen Transfer der Ergebnisse in die Industrie vorbereitet.

Prof. Dr.-Ing. Erich Barke, Präsident der Leibniz Universität Hannover, bestätigt: "Die EDA-Clusterforschung ist ein Glücksfall für Hochschulen und Industrie. Die Forschung kann an praktisch relevanten Themen arbeiten, für die das Tagesgeschäft der Industrie meistens keinen Raum lässt. Durch die enge Begleitung der Projekte durch die Industrie kommen die Ergebnisse der Hochschulforschung bereits mittelfristig zum Einsatz. Und ein wunderbarer Nebeneffekt ist, dass die Hochschulen damit genau die Ingenieure ausbilden, die die Industrie in fünf Jahren benötigt."

Anfang 2009 könnte das vierte EDA-Clusterforschungsprojekt durch das BMBF bewilligt werden. Dabei wird es um die Erforschung von Methoden gehen, die einen Entwurf von ausfallsicheren elektronischen Systemen ermöglichen – ein Traum für die Sicherheit jedes Bürgers!

Ergänzende Informationen über die EDA-Clusterforschung finden Sie unter www.edacentrum.de/….Über edacentrum e.V.

Das edacentrum ist eine unabhängige Institution zur Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet Electronic Design Automation (EDA). Es initiiert, begutachtet und begleitet industriegeführte EDA-F&E-Projekte und bietet ein umfangreiches Spektrum an Dienstleistungen rund um EDA an. Weiter fördert es die Bündelung vorhandener EDA-Kompetenz an deutschen Forschungseinrichtungen durch die Stimulation von EDA-Clusterforschungsprojekten und von EDANetzwerken.

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