(pressebox) Essen, 23.09.2009,
Die erste von E.ON betriebene Gasförderplattform hat vor wenigen Tagen die Werft verlassen und wird jetzt auf dem Erdgasfeld Babbage installiert. Das Feld liegt rund 80 Kilometer vor der englischen Küste im südlichen Teil der Nordsee. Der Produktionsbeginn ist für April 2010 vorgesehen.
"Die Fertigstellung dieser Plattform ist ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg, die Produktion von Erdgas aus dem Babbage-Projekt aufzunehmen. Sie zeigt auch die Zielstrebigkeit, mit der wir unser Upstream-Geschäft entwickeln", sagte Dr. Bernhard Reutersberg, Vorsitzender des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG. "In der Nordsee haben wir uns in den letzten Jahren auf Projekte konzentriert, bei denen wir Betriebsführer sind. Darüber hinaus haben wir unser Engagement von Großbritannien und Norwegen bis nach Russland und Nordafrika ausgedehnt. Wir sehen die Suche und Produktion von Erdgas als Wachstumsfeld."
E.ON Ruhrgas Exploration & Production beschäftigt heute rund 200 Mitarbeiter und fördert rund 1,4 Milliarden Kubikmeter Erdgas sowie sechs Millionen Barrel Öl und Kondensate (2008). Die Produktion wird in den nächsten Jahren mit der Erschließung weiterer Gasfelder deutlich wachsen. Reutersberg: "Mittelfristig verfolgen wir das Ziel, mehr als 10 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus eigener Produktion im Portfolio zu haben."
E.ON Ruhrgas ist Betriebsführer des Babbage-Feldes und hält einen Anteil von 47 Prozent. Weitere Partner sind Dana Petroleum (E&P) Limited (40% Anteil) sowie Centrica Resources Limited (13% Anteil). Das Babbage-Gasfeld enthält geschätzte Reserven von mehr als fünf Milliarden Kubikmetern Erdgas.
Die Gasvorkommen liegen rund 3200 Meter unter dem Meeresboden. Die Babbage-Plattform wird in einer Meerestiefe von 42 Metern installiert. In zwei Phasen werden bis 2011 fünf Produktionsbohrungen abgeteuft, so dass eine Tagesförderung von rund zwei Millionen Kubikmetern Erdgas erreicht wird. Damit lassen sich mehr als 1000 Einfamilienhäuser ein Jahr lang versorgen. Das Erdgas fließt über Unterwasserpipelines auf den britischen Markt.
Die Babbage-Plattform wurde in zehn Monaten gebaut. Während dieser Zeit beschäftigte das Projekt rund 500 Personen. In den ersten zwei Jahren werden rund 15 Menschen auf der Plattform arbeiten, danach wird sie ferngesteuert von der Küste betrieben. Die Gesamtinvestitionen zur Entwicklung des Babbage-Feldes belaufen sich auf rund 300 Millionen Euro (rund 265 Millionen britische Pfund).
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