Wiesbaden (ots) -
– Durchsetzungsfähigkeit von Produkt testen, bevor sie existieren
– Virtuelle Testmärkte sparen Zeit und Kosten und schützen vor zu
viel Öffentlichkeit
– Analyse des Verhaltens, nicht von Meinungen
Testmärkte sind als Instrument der Konsumgüterforschung wieder gefragt bei Handel und Herstellern – jedoch nicht als klassischer Store-Test im Supermarkt, sondern als virtuelle Shopping-Umgebung im Internet. Im Unterschied zu In-Store-Tests zeichnen sich virtuelle Testmärkte dadurch aus, dass sie schneller, günstiger, flexibler und aussagekräftiger das Verhalten der Shopper am POS analysieren. Zudem geben sie den Wettbewerbern keinen Einblick in die eigene Produktentwicklung.
“Reale Testmärkte kamen für unser Unternehmen nicht in Frage, um Produkt-Mix und POS-Maßnahmen zu optimieren”, sagt Holger Vatter-Schönthal, Marketingleiter der Marken Karamalz, Gerstel alkoholfrei und Eichbaum der Privatbrauerei Eichbaum. “Die Produktion und Quasi-Einführung von Testprodukten ist aufgrund der Vielzahl der damit verbundenen praktischen Konsequenzen und angesichts immer kürzerer Time-to-Market schlicht zu aufwändig, langwierig und teuer. Zudem wollen wir unsere neuen Produkte nicht über Monate den Wettbewerbern in den großen Panelinseln Hassloch oder Bremen auf einem silbernen Tablett präsentieren und damit Me-too-Produkten Tür und Tor öffnen.” Auch hinsichtlich ihrer Ergebnisse sind klassische Testmärkte nicht sehr aussagekräftig. Denn sie beschränken sich auf Abverkaufszahlen und verlangen dabei hohen Logistik- und Kontrollaufwand. Damit werfen sie jedoch nur einen Blick zurück, erlauben aber keine Simulation zukünftiger Marktszenarien.
Virtuelle Shopping-Umgebungen hingegen ermöglichen es, Produkte zu testen bevor sie physisch existieren. Damit bieten sie Handel und Herstellern im Vergleich zu klassischen Testmärkten neue Analysemöglichkeiten für die Produktentwicklung. “Das Einsatzgebiet virtueller Testmärkte reicht einerseits von klassischen Launchtests über Verpackungsdesign- und Preistests bis hin zur Sortimentsoptimierung und der Analyse des Decision Trees. Darüber hinaus können sie im Gegensatz zu realen Testmärkten den Shopper und seine Kaufentscheidungen sogar bei Konzepttests in der Frühphase der Produktentwicklung berücksichtigen”, weiß Claudia Knod, Country Manager von Simstore Deutschland.
Vor allem sind virtuelle Testmärkte, wie sie Simstore entwickelt und betreibt, umfassender als reale Testmärkte. Sie beschränken sich nicht auf das Abfragen von Meinungen, sondern analysieren das Verhalten der Shopper unter Einkaufsbedingungen am Point-of-Sale. Dabei legen integrierte explorative Interviews die Denkstrukturen, Bedürfnisse und Motive der Käufer offen. Virtuelle Testmärkte erfassen somit nicht nur das Ergebnis der Kaufentscheidung, sondern auch den Einfluss der Umstände, unter denen sie zustande kommen. Damit geben virtuelle Testmärkte konstruktive Insights für zukünftiges POS-Marketing und sind in sehr hohem Maße in der Lage, die Erfolgsaussichten von Produkten zu prognostizieren.
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