Frankfurt am Main (ots) – Die deutsche Industrie stellt auch zu Beginn des zweiten Quartals 2011 Bestmarken auf. Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (BME) legte im April binnen Monatsfrist nochmals um 1,1 Punkte auf 62,0 Zähler zu. Der wichtige Konjunktur-Frühindikator notierte damit auf dem zweithöchsten Stand (Februar 2011: 62,7) seit Beginn der Umfrage vor 15 Jahren.
Sowohl Global Player als auch KMU berichteten erneut über einen anhaltenden Strom an Neuaufträgen. Allerdings fiel der Auftragszuwachs im Berichtsmonat (61,0) etwas niedriger aus als im Februar (63,0) und im März (62,1). Dennoch bewegt sich die Auftragslage weiter auf hohem Niveau. Die aus dem abermals hohen Auftragseingang resultierenden Kapazitätsengpässe sorgten bei den Unternehmen für den stärksten Anstieg der Auftragsbestände (62,0 im April) seit neun Monaten. Die Branchenakteure reagierten darauf mit weiteren Neueinstellungen.
Verschärfte Lieferschwierigkeiten waren dafür verantwortlich, dass sich die durchschnittlichen Lieferzeiten im April mit neuer Rekordrate verlängerten. “Hauptursache dafür waren die starke weltweite Nachfrage nach Rohstoffen und Vormaterialien und die zu niedrigen Lagerbestände auf Lieferantenseite. Einige Firmen berichteten uns auch von Lieferschwierigkeiten bei Elektronikkomponenten infolge des Erdbebens in Japan”, sagte Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), am Mittwoch in Frankfurt.
Der “Markit/BME-Einkaufsmanager-Index” (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der Index erscheint seit 1996 unter Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), Frankfurt. Er wird von der britischen Forschungsgruppe Markit Economics, London, erstellt. Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland (nach Branche, Größe, Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt). Der EMI orientiert sich am Vorbild des US-Purchasing Manager´s Index (PMI).
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