Elektromobilität – Noch große Hürden



Köln (ots) – Das Elektroauto wird auch noch 2020 allen ambitionierten Plänen zum Trotz ein Nischenprodukt sein. Denn bis dahin dürfte es für die Auto-mobilindustrie effizienter sein, sich auf die Optimierung von Verbrennungsmotoren und die Verbesserung von Hybridfahrzeugen zu kon-zentrieren. Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und der Deutsche Bank Research. Weitere Ergebnisse sind:

– Um die hohen Anschaffungskosten eines Elektroautos zu
kom-pensieren, muss ein Kunde heute insgesamt etwa 300.000
Kilometer fahren.
– Der Anteil reiner E-Autos an den Pkw-Neuzulassungen in
Deutschland dürfte 2020 bei starker staatlicher Förderung und
schnellem technologischen Fortschritt bei maximal 8 Prozent
liegen; ohne Subventionen sind höchstens 3 Prozent realistisch.
– Die Preise für Batterien müssten um rund 70 Prozent gesenkt
werden, zeitgleich müsste die Speicherfähigkeit sich aber
ver-doppeln, wenn E-Mobile salonfähig werden sollen.

Zudem werden zusätzliche Fachkräfte benötigt, um mehr Elektroautos zu produzieren. Der jährliche Bedarf an Ingenieuren und Naturwissen-schaftlern wird von heute 20.000 auf rund 26.000 im Jahr 2020 steigen.

Eric Heymann, Oliver Koppel, Thomas Puls: Elektromobilität – Sinkende Kosten sind die conditio sine qua non, Deutsche Bank Research, Aktuelle Themen 526

Pressekontakt:

Gesprächspartner im IW: Dr. Oliver Koppel, Telefon 0221 4981-716
Thomas Puls, Telefon 0221 4981-766

Gesprächspartner bei der DB Research: Eric Heymann, Telefon 069
910-31730

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