Berlin (ots) – Patienten mit Krebserkrankungen sollten sich so
normal wie möglich ernähren. “Einseitige oder radikale Diäten schaden
eher dem Patienten als dem Tumor. Wer verspricht, durch eine Diät
Krebs heilen zu können, ist nicht seriös”, so Erika Fink, Präsidentin
der Bundesapothekerkammer. “Eine abwechslungsreiche und ausgewogene
Ernährung kann den Erfolg der Arzneimitteltherapie unterstützen und
die Lebensqualität steigern. Apotheker informieren ihre Patienten
gerne über die richtige Ernährung.” Bundesweit haben sich mehr als
2.000 Apotheker auf Ernährungsberatung spezialisiert.
Bei Krebserkrankungen sind Gewichtsverlust und Mangelernährung
häufig. Um mehr Energie aufzunehmen, können Patienten ihre Nahrung
mit Butter oder anderen Fetten anreichern, soweit sie es vertragen.
Auch fettreicher Fisch wie Hering gehört auf den Speiseplan. Als
Zwischenmahlzeiten eignen sich spezielle Trinknahrungen
(“Astronautenkost”). Fehlt der Appetit, sind viele kleine Mahlzeiten
empfehlenswert. Zum Essen nur wenig trinken, da es sonst zu
Völlegefühl kommen kann. Appetitanregend sind bittere Getränke, wie
Bitter Lemon oder bittere Tees aus der Apotheke. Nach der Mahlzeit
lieber nicht flach hinlegen, sondern mit leicht erhöhtem Oberkörper.
Bei Schleimhautverletzungen schmerzhaft sind säurehaltige
Lebensmittel wie Ananas, Scharfkantiges wie Toastbrot oder harte
Lebensmittel wie Rohkost. Besser ist weiche Kost, etwa mild gewürzter
Babybrei. Das Lutschen von Eiswürfeln kann bei entzündeter
Mundschleimhaut helfen.
Weitere Informationen unter www.abda.de und
www.pharmazeutische-zeitung.de.
Pressekontakt:
Dr. Ursula Sellerberg
Stellv. Pressesprecherin und Apothekerin
Tel.: 030 – 40004 134
Mail: u.sellerberg@abda.aponet.de
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