Einladung zur Pressevorführung am 14. April in Berlin Geboren im KZ – Das Erste, 28. April, 23.30 Uhr



Köln (ots) – Liebe Kolleginnen und Kollegen,

US-Soldaten fotografierten, was sie nicht glauben konnten:
Säuglinge, die zwischen Dezember 1944 und Februar 1945 in Kaufering,
einem Außenlager des KZ Dachau, zur Welt gekommen waren und überlebt
hatten, inmitten des Holocaust. Wie war es möglich, dass gerade sie
in einem KZ geboren wurden und dort überlebten? “Überall lagen die
Toten, doch unter den mehr als 30.000 befreiten KZ-Häftlingen
befanden sich zu unserer großen Überraschung sieben jüdische Mütter
mit ihren Babys,” schreibt ein US-Soldat nach der Befreiung des
Konzentrationslagers Dachau nach Hause.

Begleitet von den WDR-Autorinnen Eva Gruberová und Martina Gawaz,
geht
Marika Nováková, eines der sieben Babys und heute 65 Jahre alt, auf
Spurensuche. Sie folgt dem Weg, den sie als Ungeborene schon einmal
gegangen war – nach Auschwitz, Augsburg, Kaufering und Dachau.
Ausschlaggebend dafür ist ein Brief von Miriam Rosenthal aus Kanada.
Ihm liegt ein Foto bei, auf dem man sieben Mütter mit ihren Babys
sieht. Auf dem Foto erkennt Marika ihre Mutter, die  endlich ihr
Schweigen bricht und erzählt, wie sie als Zwanzigjährige deportiert
wurde und wie sie an der Rampe in Auschwitz vor dem SS-Arzt Mengele
stand, der ihre Schwangerschaft – das sichere Todesurteil – nicht
erkannte. Und wie sie schließlich in einer Holzbaracke ihre Tochter
Eva gebar und die sieben Wöchnerinnen sich gegenseitig unterstützten.
Darunter war die heute 87-jährige Miriam Rosenthal, die nach der
Befreiung nach Kanada auswanderte, und jetzt an Marika schrieb. “Ich
hätte mir nie träumen lassen, dass ich Marika jemals wieder sehen
werde”, sagt Miriam Rosenthal. Zum ersten Mal seit ihrer Befreiung
spricht sie wieder deutsch und erzählt die Geschichte des Überlebens
der jüdischen Babys. (Redaktion Gudrun Wolter und Ulrike
Schweitzer/WDR).

Zur Pressevorführung von “Geboren im KZ” laden wir Sie herzlich
ein am

Mittwoch, 14. April 2010,
um 10.30 Uhr
im ARD-Hauptstadtstudio
Wilhelmstraße 67a
10117 Berlin.

Im Anschluss haben Sie Gelegenheit zu Gesprächen mit den
Autorinnen Eva Gruberová und Martina Gawaz sowie mit WDR-Redakteurin
Gudrun Wolter.

Videoaufnahmen bedürfen der vorherigen Absprache.

Wir würden uns freuen, wenn Sie an der Pressevorführung teilnehmen
könnten. Bitte melden Sie sich per e-mail oder Fax bei uns an.

Mit freundlichen Grüßen

Gudrun Hindersin
WDR-Unternehmenssprecherin

Pressekontakt:
Annette Metzinger, WDR Pressestelle
annette.metzinger@wdr.de
Tel. 0221-220-2770  

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