Ein sicherer Platz



(pressebox) Basel, 04.06.2009, Mit sofortiger Wirkung ist dem Basel Multi Terminal, BMT, von der Kontrollstelle für Chemie- und Biosicherheit (KCB) des Kantonalen Laboratoriums der Stadt Basel die Erlaubnis zur zeitlich unbegrenzten Lagerung von Gefahrstoffen in Containern erteilt worden. Dem Containerterminal, das sehr viele Transporte für die ansässige Chemie- und Pharmaindustrie durchführt, verschafft der Bescheid mehr Flexibilität bei der Zusammenstellung und Planung der Transporte. Geschäftsführer Holger Bochow: "An die baulichen Vorkehrungen, wie beispielsweise eine dichte Gefahrgutwanne, hatten wir schon beim Neubau des Terminals Nord im Jahre 2004 gedacht. Jetzt (endlich) sind alle rechtlichen Hürden genommen und wir sind mit einzigartiger Infrastruktur im Raum Basel in der Lage, Gefahrstoffe der Klassen 2 bis 6, 8 und 9 auf unbegrenzte Dauer hier im Terminal zu lagern."

Das neue Gefahrstofflager erlaubt die Lagerung von 18 Standardcontainern mit flüssigen Substanzen. Eventuell auslaufende Flüssigkeiten werden in einer hermetisch abgedichteten Wanne aufgefangen, so dass keine Gefahr für die Umwelt besteht. Auf einem weiteren Areal können bis zu 64 trockene und ungereinigte Standard-Tankcontainer gelagert werden. Alle Mitarbeiter wurden intensiv geschult und sind angehalten, jeden auch noch so kleinen Vorfall sofort zu melden. Bochow: "Die Auflagen des Kantons sind streng und wir müssen in monatlichen Abständen Bericht erstatten. Zusätzlich führt die Behörde selbst regelmäßige Kontrollen durch."

Das Basel Multi Terminal gehört zum Europaweiten Netzwerk der Contargo. Ralf Gerlach, der Gefahrgut-Beauftragte von Contargo erläutert: "Wenn Gefahrgut-Container nicht sofort dem Empfänger zugestellt werden können, müssen sie fachgerecht zwischengelagert werden. Höchstens 24 Stunden dürfen Container – so genanntes transportbedingtes Abstellen – auf einem normalen Terminal verbringen, dauert’s länger, müssen sie in ein spezielles Gefahrgutlager."

Contargo unterhält derzeit entlang des Rheins in Ludwigshafen und in Frankfurt-Höchst behördlich zugelassene Gefahrgutlager. Wenn demnächst auch das Duisburg Intermodal Terminal, DIT, die Zulassung erhält, beträgt die Distanz zwischen zwei Gefahrgutlagern an der Strecke zwischen Basel und Duisburg noch maximal 260 km. Gerlach: "Wir haben dann weitaus mehr Disposi-tionsfreiheit und können daher auch flexibler auf unsere Kunden eingehen."

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