(pressebox) Lexington, MA, 17.09.2009,
Viele sensible Daten – auch aus dem Finanzbereich – werden nach wie vor ohne ausreichenden Schutz übertragen. Das ist eines der Ergebnisse der "File Transfer Security Survey 2009". Die Studie wurde von Ipswitch, einem führenden Entwickler von sicheren Managed File Transfer Lösungen, in Auftrag gegeben. Sie offenbart große Unterschiede bei der Einstellung gegenüber Datensicherheit und sicherer Datenübertragung: Während 82 Prozent der befragten Unternehmen nach eigenen Angaben sensible Files austauschen, verschlüsseln nur 64 Prozent ihre Daten beim Speichern oder bei der Übertragung.
"Wir wissen, dass selbst große Banken es immer noch nicht schaffen, alle Transfers sensibler Finanzdaten zu verschlüsseln", berichtet Jonathan Lampe, Vice President Research and Development bei Ipswitch. Er weiß, wovon er spricht. Vor Kurzem verhängte die Financial Services Authority, eine Bankenaufsichtsbehörde in Großbritannien, eine Geldbuße von 3,3 Millionen Pfund: Bei einem großen Unternehmen der Finanzbranche waren unverschlüsselte Daten verloren gegangen. "Diese Studie haben wir in Auftrag gegeben, um Versäumnisse beim Transfer sensibler Daten in allen Geschäftsbereichen zu untersuchen", erläutert Lampe, "und wir sehen, dass immer noch eine stabile Minderheit nicht sicher mit sensiblen Daten umgehen kann und dabei Compliance-Vorgaben verletzt.
Im Maschinenbau und in der Schwerindustrie geben zurzeit nur 54 Prozent Befragten an, dass Verschlüsselung Teil ihres Datenübertragungskonzepts sei. Im Gesundheitsbereich sind es immerhin 69 Prozent. Einen Tick besser sieht es im IT-Bereich aus, wo 70 Prozent aller Studienteilnehmer auf Verschlüsselung setzen. Im Bereich Professional Services (74 Prozent) und Finanzdienstleistungen (77,5 Prozent) erweisen sich die Vorgaben der FSA oder des Basel-Komitees als treibende Kräfte für die Einführung zeitgemäßer Übertragungstechnik. In den anderen Bereichen der Wirtschaft erreicht die Verschlüsselungsquote dagegen nur etwa 50 Prozent.
"Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen, negative Publicity, Verlust von Kunden oder andere Nachteile, etwa Verluste durch Vertrauensbrüche – das sind einige der wichtigsten Faktoren, die IT-Verantwortliche dazu bewegen, die Datensicherheit zu verbessern", weiß Jonathan Lampe. "Die Minderheit derer, die nicht sicher mit Daten umgehen kann, birgt ein Risiko für die Mehrheit, die dabei alles richtig machen. Sowohl die Anforderungen des Marktes als auch verschärfte Bestimmungen und wachsame Regulierungsbehörden machen den hartnäckigen ‘Nicht-Verschlüsslern’ das Leben immer schwerer."
Für die Studie wurden rund 300 Unternehmen mit Hilfe von elektronischen Formularen befragt. Unter den Teilnehmern waren Firmen aus den Bereichen Medien, Recht und Buchhaltung, Regierungsstellen auf nationaler wie lokaler Ebene sowie Schulen, Krankenhäuser, Berater und Wiederverkäufer.
Die wichtigsten Ergebnisse:
22 Prozent aller Unternehmen im Finanzsektor verschlüsseln ihre Daten nicht. 16 Prozent sind nicht davon überzeugt, dass ihr System für die Übertragung großer Dateien sicher ist. Mehr als ein Drittel der Befragten messen dem Thema Secure File Transfer eine "hohe Priorität" zu, 24 Prozent sehen darin eher eine "niedrige Priorität. Für das letzte Drittel ist der Preis das wichtigste Entscheidungskriterium. Obwohl die Bestimmungen immer strenger werden und neue Regeln für den Schutz und die Handhabung von Finanzdaten gelten, sehen nur 6 Prozent kurzfristigen Handlungsbedarf. 49 Prozent halten ihre Transfer-Infrastruktur entweder nicht für verbesserungsbedürftig oder schieben die Investitionen in die Sicherheit auf die lange Bank.
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