Durban-Weltklimagipfel kommt nur mit Trippelschritten voran. "Deutschland und EU müssen politisches Mikado beenden"



Durban/Berlin (ots) – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht nach der ersten Verhandlungswoche beim Weltklimagipfel in Südafrika noch keine substantiellen Fortschritte. Ann-Kathrin Schneider, Beobachterin für den BUND in Durban: “Zwar liegen Vorschläge für eine zweite Kyoto-Verpflichtungsperiode auf dem Tisch, jedoch enthalten sie noch keine Zahlen zur Minderung der CO2-Emissionen in den Industriestaaten. Das ist sehr unbefriedigend. Die Industriestaaten müssen endlich Farbe bekennen und konkrete Ziele zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen zusagen.”

Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger forderte Bundesumweltminister Norbert Röttgen auf, nach seinem Eintreffen in Durban Deutschland und die EU stärker als Klimaschutz-Vorreiter zu profilieren. “Als positive Signale für die Verhandlungen in Durban sind die Anhebung des europäischen CO2-Minderungsziels auf mindestens dreißig Prozent bis 2020 und die Zusage für ein deutsches Klimaschutzgesetz von zentraler Bedeutung”, sagte Weiger. Deutschland und die EU müssten das politische Mikado beenden und sich ohne Wenn und Aber für die Fortführung des Kyoto-Abkommens nach 2012 einsetzen. Ein lediglich rhetorisches Bekenntnis zu Kyoto dürfe nicht das Ziel von Durban sein.

Zum EU-Vorschlag für ein neues internationales Klimaschutzabkommen, das die Schwellen- und Entwicklungsländer und möglichst auch China, Indien und die USA einbeziehen soll, sagte Weiger: “In einem neuen internationalen Klimaschutzabkommen müssen rechtlich verbindliche Ziele zur Minderung der CO2-Emissionen enthalten sein. Diese müssen sicherstellen, dass die Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius begrenzt wird. Außerdem sollte das Abkommen bereits 2017 in Kraft treten und nicht erst, wie von der EU vorgeschlagen, im Jahr 2020.”

In Durban müsse zudem dringend der sogenannte Green Climate Fonds eingerichtet werden. Die schon heute unter dem Klimawandel leidenden Länder müssten endlich angemessene Unterstützung bei Klimaschutzmaßnahmen erhalten. Die Europäische Union und andere Industriestaaten müssten den Klimafonds umgehend mit ausreichenden Finanzmitteln ausstatten.

Pressekontakt:

In Durban: Ann-Kathrin Schneider, BUND-Klimaexpertin, Mobil:
0027-767636164, E-Mail: annkathrin.schneider@bund.net; ab dem 5.12.
in Durban: BUND-Vorsitzender Hubert Weiger und Almut Gaude,
BUND-Pressereferentin,: 0027-765941240, E-Mail: almut.gaude@bund.net
oder BUND-Pressesprecher Rüdiger Rosenthal, Tel. 030-27586-425/-489,
Mobil: 0049-171-8311051, E-Mail: www.bund.net

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