(pressebox) Nürnberg, 23.10.2009,
Das Rechenzentrum der N-ERGIE Aktiengesellschaft erhielt bei den "Best of IT- Solutions Awards" den dritten Preis im Bereich Mittelstand. Zusammen mit ihrem Tochterunternehmen itecPlus GmbH ist es der N-ERGIE innerhalb von zwei Jahren gelungen, den Strombedarf für ihre Rechenzentren um 66 Prozent zu senken. Damit verringert sich der Kohlendioxidausstoß um jährlich rund 3.000 Tonnen bei gleichzeitig optimierter Leistungsfähigkeit der IT-Leistungen.
Der "Best of IT Solutions Award" ist erstmalig von dem CIO Magazin, der Computerwoche und Intel an Anwenderunternehmen in ganz Deutschland vergeben worden und zeichnet wegweisende Projekte zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz in der IT in den Kategorien Großunternehmen und Mittelstand aus.
Die Schirmherrschaft für den IT-Industriepreis hatte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) übernommen.
Kriterien für die Preisvergabe waren sowohl eine nachweisbare Steigerung der Energieeffizienz in der IT-Infrastruktur als auch im jeweiligen Kerngeschäft des Unternehmens durch einen optimierten Einsatz von IT. Die Betrachtungsperspektive der Jury erstreckte sich dabei von Veränderungen bei den Arbeitsgewohnheiten der Anwender über die Arbeitsplatz- und Büroausstattung bis hin zur Gestaltung von Rechenzentren sowie dem Aspekt der Nachhaltigkeit und sozialen Verantwortung.
Virtualisierung und gesteigerte Energieeffizienz
Mitte 2006 unternahm das N-ERGIE Tochterunternehmen itecPlus GmbH mit einer Server- Virtualisierung den ersten Schritt hin zu einem modernen, dynamischen Rechenzentrum. Die Rechenprozesse laufen dort seitdem in einer virtualisierten Umgebung ab: eine intelligente Steuerungssoftware weist den virtuellen Maschinen genau die reale Prozessorleistung aus einem Pool zu, die benötigt wird. Ist der Arbeitsschritt abgeschlossen, steht diese wieder anderen Rechenprozessen zur Verfügung.
Aufgrund dieser Technik konnte die Anzahl der Prozessoren auf 72 gesenkt werden, deren Auslastungsgrad derzeit bei rund 70 Prozent liegt. Eine bessere Anpassung der Raumtemperaturen spart zudem 25 % der Kühlkosten im Rechenzentrum.
Seit Ende 2007 rüstet die N-ERGIE beginnend mit den Außenstellen in der Region schrittweise ihre Mitarbeiter mit dem virtuellen PC aus. Diese benötigen nur ein Zehntel des Stromverbrauchs eines Computers. Nach der für 2010 geplanten breiteren Einführung des Systems erwartet die NERGIE je nach abgelöstem PC-Typ jährlich zwischen 350.000 und 500.000 kWh weniger Stromverbrauch als bisher. 350.000 kWh entsprechen dem Jahresverbrauch von rund 100 Dreipersonenhaushalten.
Erstes Green Data Center Deutschlands
Bereits Anfang des Jahres erhielt das Rechenzentrum der N-ERGIE als erstes Rechenzentrum Deutschlands das Zertifikat "Green Data Center" der DEKRA Certifikation GmbH. Mit dieser Zertifizierung wird bestätigt, dass das Rechenzentrum des regionalen Energieversorgers nachhaltig und zukunftsorientiert arbeitet.
Bedeutung der IT für die Umwelt
IT-Analysten, wie International Data Corporation (IDC), Gartner oder IBM haben berechnet, dass zwei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen auf das Konto der IT gehen – dieser Anteil entspricht dem CO2-Ausstoß aller Flugzeuge weltweit. Eine einzige Suchanfrage bei Google verbraucht so viel Strom wie eine Energiesparlampe in einer ganzen Stunde.
Jeder Dollar, der in Computer-Hardware investiert wird, zieht weitere ca. 50 Cent für den Stromverbrauch nach sich. Es lohnt sich deshalb finanziell und für die Umwelt, auf energieeffiziente Systeme umzustellen.
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