Berlin (ots) – “Das ist ein Schlag gegen den Ausbau erneuerbarer
Energien. Darüber hinaus werden unkalkulierbare Risiken in die
Zukunft ausgeweitet, genauso wie die Extraprofite der
Stromversorger”, kommentiert Dorothée Menzner die grundsätzlichen
Einigung von Union und FDP über längere Laufzeiten für
Atomkraftwerke. Die atompolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE
weiter:
“Dass die Atomverstromung keinesfalls als ‘Brückentechnologie’ in
eine CO2-freie Zukunft gebraucht wird, haben unzählige Gutachten
bewiesen. Im Gegenteil blockieren längere Laufzeiten das notwendige
Wachstum des Ökostroms. Atomarer Grundlaststrom passt wegen seiner
schwerfälligen Regelfähigkeit weder zum naturgemäß schwankenden
Angebot an regenerativen Energien, noch lässt er sich in ein
flexibles Netzmanagement oder in eine intelligente
Verbrauchssteuerung einbinden. Da nutzt es auch nichts, im gleichen
Zug den Erneuerbaren eine Geld- bzw. Beruhigungsspritze zu verpassen.
Schwarz-Gelb organisiert zudem neue Gefahren für die Bürgerinnen und
Bürger: Das unkalkulierbare Betriebsrisiko verlängert sich, der
Atommüllberg wächst. Krümmel, Gorleben und Asse lassen grüßen.
DIE LINKE wird weiterhin als Bestandteil der Antiatombewegung
Druck machen im Kampf gegen längere AKW-Laufzeiten und für einen
unverzüglichen Atomausstieg.”
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Hendrik Thalheim
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