Dipl.-Ing. Katja Albers erhielt DECHEMA-Preis



(pressebox) Dortmund, 11.05.2009, Für ihre herausragenden Studienleistungen erhielt Diplomingenieurin Katja Albers am 10. Mai einen der beiden studentischen Preise der Deutschen Gesellschaft für chemische Technik und Biotechnologie e.V. (Dechema) im Fachgebiet Biotechnologie. Die DECHEMA-Studentenpreise werden jährlich an Absolventinnen und Absolventen der Diplom-Fachrichtung Technische Chemie, Chemische Verfahrenstechnik/Chemieingenieurwesen und Biotechnologie vergeben, die sich bei hervorragenden fachlichen Leistungen durch ein besonders kurzes und damit effizientes Studium ausgezeichnet haben. Katja Albers arbeitet jetzt als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Thermodynamik der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen. In ihrer Forschungsarbeit beschäftigt sie sich mit der Simulation des thermodynamischen Verhaltens von Lösungsmitteln. Während ihrer Diplomarbeit am Lehrstuhl für Anlagen- und Prozesstechnik untersuchte sie dies in einer praktischen Anwendung: Dabei ging es um ein neues Verfahren zur Herstellung eines Krebspharmazeutikums.

Der Krebswirkstoff wurde bislang aus den Nadeln und Rinden von pazifischen und chinesischen Eiben hergestellt, deren Bestände auf Grund des hohen weltweiten Bedarfs aber bereits stark gefährdet sind, weshalb andere Produktionsmethoden nötig sind. Im neuen Verfahren, an dessen Untersuchung Katja Albers mitarbeitete, befindet sich der Wirkstoff zunächst in einem Lösungsmittel und muss im Verlauf des Herstellungsprozesses in ein anderes Lösungsmittel überführt werden, aus dem er dann extrahiert wird. Katja Albers’ Aufgabe bestand in thermodynamischen Berechnungen der Verteilungsgleichgewichte des Wirkstoffs zwischen den Lösungsmittelphasen. Dabei nutzte sie neben experimenteller Arbeit auch theoretische Simulationen, die mittlerweile im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen.

Neben der Anerkennung der Leistung von Katja Albers sieht man an der TU Dortmund den Preis auch als einen Beleg für die Spitzenstellung der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen in Forschung und Lehre und freut sich, dass es nach längerer Zeit wieder gelungen ist, den Preis nach Dortmund zu holen. Die Fakultät für Bio- und Chemieingenieurwesen der TU Dortmund ist in ihrer Ausrichtung eine der größten und erfolgreichsten Deutschlands. Tätig in vielen Bereichen des Chemieingenieurwesens und des Bioingenieurwesens engagiert sie sich für die Entwicklung und Verbesserung von sicheren, ressourcen- und umweltverträglichen Prozessen und Produkten für die chemische Industrie und die biotechnologische Industrie.

Der DECHEMA-Preis wird seit 1993 vergeben. Seinerzeit beschloss der Vorstand der DECHEMA die Vergabe als Beitrag zur Effizienzsteigerung des deutschen Hochschulstudiums. Er umfasst eine zweijährige kostenlose DECHEMA- Mitgliedschaft, eine kostenfreie Einladung zum Preisträger- Kolloquium der Max-Buchner-Forschungsstiftung mit Festabend und die Einladung zu zwei im Inland oder Ausland von der DECHEMA ausgerichteten Tagungen innerhalb von zwei Jahren bei voller Reisekostenübernahme durch die DECHEMA.

Die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. ist eine gemeinnützige wissenschaftlich-technische Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main. Mehr als 5.000 Naturwissenschaftler, Ingenieure, Firmen, Organisationen und Institute gehören ihr als Mitglieder an. Aufgabe der DECHEMA ist es, die Entwicklung chemischer Technologien und Verfahren aktiv zu begleiten und neue Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung für die Praxis aufzuarbeiten.

Mehr Informationen

Prof. Gerhard Schembecker
Technische Universität Dortmund
Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen
Lehrstuhl für Anlagen- und Prozesstechnik
Emil-Figge-Str. 70
44227 Dortmund
Tel.: (231) 7 55 23 38
www.bci.tu-dortmund.de

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