Leimen (ots) – Gebärmutterhalskrebs ist nach Brustkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei jungen Frauen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren in Europa. Seit fünf Jahren gibt es eine Impfung zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs verursacht durch bestimmte Humane Papillomviren (HPV). Die HPV-Impfung kann vor einer Ansteckung mit den wichtigsten krebsauslösenden HP-Virentypen schützen, ersetzt allerdings nicht die Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt.
Die 6. Aktionswoche gegen Gebärmutterhalskrebs (Cervical Cancer Prevention Week, CCPW) hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Thema Gebärmutterhalskrebs mit qualitativ hochwertigen Informationen Sichtbarkeit zu verschaffen und das Thema auf die öffentliche Agenda zu rücken. Auch zum Welt-Krebstag, der jährlich am 4. Februar stattfindet, werden die Deutsche Krebshilfe und weitere Gesundheitsorganisationen Aktionen zum Thema Prävention, Früherkennung und Heilung von Krebserkrankungen durchführen. Aufklärung ist immer noch wichtig, denn die Fakten zeigen: Momentan nutzen in Deutschland nur etwa die Hälfte der Frauen ab 20 Jahren regelmäßig die Angebote zur Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt. Auch bei den HPV-Impfraten ist Deutschland im europäischen Vergleich ein Schlusslicht. So erkranken hierzulande jährlich immer noch etwa 6.200 Frauen neu an Gebärmutterhalskrebs; etwa 90.000 operative Eingriffe am Gebärmutterhals (Konisation) aufgrund von Veränderungen an der Schleimhaut des Gebärmutterhalses werden pro Jahr durchgeführt.
Australien: Daten bestätigen Erfolg in der Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs
Beobachtungen aus Ländern, in denen es Impfprogramme mit dem HPV-Impfstoff gibt, zeigen die ersten Erfolge einer hohen Impfrate. In Australien – einem Land mit Impfraten von bis zu 70 Prozent – verringerte sich beispielsweise nach Einführung eines Schulimpfprogramms zur HPV-Impfung die Anzahl der Fälle hochgradiger Veränderungen an der Schleimhaut des Gebärmutterhalses bei Frauen unter 18 Jahren um nahezu die Hälfte.
“Das zeigt, wie wichtig die HPV-Impfung als Maßnahme zur Prävention des Gebärmutterhalskrebs ist”, so Dr. med. Klaus Schlüter, Geschäftsführer und Director Scientific Affairs und Market Access bei dem Unternehmen Sanofi Pasteur MSD, das einen der beiden HPV-Impfstoffe in Deutschland vertreibt. “Langfristig könnte die Rate an Gebärmutterhalskrebs gesenkt werden – hohe Impfraten vorausgesetzt.” In Deutschland sind aktuell nur ein Viertel der jungen Frauen geimpft, für die die Impfung empfohlen wird.
Um die Anzahl der Erkrankungen an Krebsvorstufen am Gebärmutterhals zu senken, empfiehlt die ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV-Typen 16 und 18) für alle Mädchen von 12 bis 17 Jahren. Die Kosten werden für diese Altersgruppe von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Mädchen sollten sich idealerweise vor Aufnahme sexueller Aktivität impfen lassen. Aber die Impfung macht auch Sinn für Frauen, die schon Sex hatten. Denn nicht immer steckt man sich beim ersten Mal an. Und auch nicht mit allen HPV-Typen, gegen die die Impfung gerichtet ist.
Ausführliche Informationen rund um das Thema Gebärmutterhalskrebs, seine Vorstufen und die HPV-Impfung gibt es im Webportal www.tellsomeone.de. Mädchen, junge Frauen oder Mütter, die ihre Töchter impfen lassen möchten, können hier unter anderem Broschüren bestellen, einen Leitfaden für den ersten Frauenarztbesuch herunterladen oder sich Videos zum Thema HPV anschauen.
Über Sanofi Pasteur MSD (SPMSD)
SPMSD ist ein europäisches Gemeinschaftsunternehmen von Sanofi Pasteur und Merck & Co. Inc.: Wir haben uns als Einzige ausschließlich auf Herstellung und Vertrieb von Impfstoffen spezialisiert. Impfungen gehören zu den wirksamsten und wichtigsten vorbeugenden Gesundheitsmaßnahmen – mit unseren Produkten schützen wir Menschen aller Altersklassen vor 20 Infektionskrankheiten. Weltweit arbeiten Forscherteams an der Entwicklung neuer und der Verbesserung bewährter Impfstoffe. Dabei ist es Ziel, deren Wirksamkeit, Verträglichkeit und Akzeptanz ständig zu verbessern. Auf der Dialogplattform www.impfenimdialog.de beantworten Experten von SPMSD persönlich individuelle Fragen rund um das Thema Impfen.
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