Deutschland bleibt Stromimportland



Sankt Petersburg (ots) – Nach der Entscheidung für den Atomausstieg wird Deutschland mit vielen technischen Schwierigkeiten und Herausforderungen konfrontiert. “Der Grund hierfür liegt vor allen Dingen darin, dass irgendwo anders noch Kapazitäten geblieben sind”, erklärte dem RBMC Dr. Bardt aus dem Institut der Deutschen Wirtschaft Köln. Bisher bleibt noch die Frage offen, ob Deutschland aus dem Ausland zusätzlich Strom bekommen oder ob es in der Zukunft den Energiebedarf durch erneuerbare Energien decken kann. “Richtige Herausforderungen für die Branche fangen eigentlich erst jetzt an, und letztendlich führt es dazu, dass die Stromerzeugung teurer wird als je zuvor”, so Dr. Bardt.

Er ist sicher, dass Deutschland ein Stromimportland für Strom bleibt. Schon heute kauft Deutschland den Strom aus Tschechien und teilweise aus Polen. In diesem Zusammenhang scheint die Möglichkeit, die Atomenergie aus dem Ostseeraum zu importieren, ziemlich attraktiv zu sein.

Heute sind in Osteuropa und in den Nachbarstaaten fünf Kernkraftwerke geplant: zwei in Polen sowie in Litauen, Weißrussland und dem Kaliningrader Gebiet (Russland). Dennoch steht es bisher nicht fest, ob diese Kernkraftwerke für die Deutsche Wirtschaft geeignet sind oder nicht.

Was die Sicherheitsaspekte betrifft, so macht sich der Experte diesbezüglich keine Sorgen. “Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir heute alte sowjetische und moderne Reaktoren nicht vergleichen dürfen. Was die Letzteren angeht, da mach ich mir keine Sorgen”, betonte Dr. Bardt.

Rückfragehinweis: Denis Pleshchenko 10-line V.O. 3, Sankt Petersburg, 197110 Tel.: 007 911 985 6237 e-mail: dp@cirp.ru

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