Glücksburg (ots) -
Wilhelmshaven – Am Sonntag, dem 2. August, verlässt der
Betriebsstofftransporter “Rhön” um 11 Uhr seinen Heimatstützpunkt
Wilhelmshaven mit Kurs Lissabon. Das Tankschiff trifft in Portugal
Schiffe der “Standing NATO Maritime Group 1″ (SNMG 1), einen der vier
Einsatzverbände der NATO. Auftrag der “Rhön”: Versorgung des
multinationalen Verbandes mit Kraftstoff. Der Versorger hat eine
zivile Besatzung und gehört zum sogenannten Trossgeschwader der
Deutschen Marine. Die “Rhön” wird am 27. November wieder in
Wilhelmshaven zurück erwartet.
Mit Spannung in den Einsatz
Die 46-köpfige Besatzung – darunter zwei Frauen, die zu
Schiffsmechanikerinnen ausgebildet werden – sieht dem viermonatigen
Einsatz mit Spannung entgegen. “Meine Besatzung und ich sind
gespannt, in welche Seegebiete und Häfen uns die Fahrt bringen wird.
Wir werden den Verband als schwimmende Tankstelle immer und überall
unterstützen und den benötigten Diesel und das Kerosin für die
Fregatten und Hubschrauber liefern”, sagt Kapitän Egon Rhauderwiek.
Wie die Route genau aussehe, wisse der 46-Jährige noch nicht: “Für
die kommenden vier Monate haben wir eine erste grobe Planung. Die
Detailplanung ergibt sich nach und nach, es handelt sich schließlich
um eine schnelle maritime Eingreifgruppe.” Der gebürtige Ostfriese
(Leer) freut sich auf den Einsatz: “Kein Einsatz ist wie der andere,
ich freue mich auf die Abwechslung und natürlich auf die Seefahrt im
Mittelmeer.” Dort seien momentan die Temperaturen auch angenehmer als
in Wilhelmshaven, sagt der Kapitän mit einem Schmunzeln.
Zahlreiche internationale Manöver
Zahlreiche internationale Manöver stehen auf dem Programm: Von
Mitte September bis Anfang Oktober nimmt die “Rhön” an der Großübung
“Loyal Midas 09″ im Seegebiet von Spanien, Italien und Frankreich
teil. Die Leitung hat der portugiesische Admiral Pereira da Cunha. In
einem fiktiven Szenarium üben Schiffe und Flugzeuge die gemeinsame
Bewältigung einer politischen Krise. Darüber hinaus nimmt der Tanker
an der “Operation Active Endeavour” im Mittelmeer teil. Ziel der
Operation ist es, NATO-Solidarität und Entschlossenheit zu
demonstrieren und zur Entdeckung und Abschreckung terroristischer
Aktivitäten im Mittelmeerraum beizutragen. Dies geschieht durch
Seeraumüberwachung und die Kontrolle der Schifffahrt im Mittelmeer.
Nach Rückkehr aus dem Einsatz geht es für die “Rhön” in eine längere
Werftliegezeit.
Hintergründe zur SNMG 1
Es gibt vier maritime NATO-Verbände. Zwei setzen sich aus
größeren Schiffen zusammen, zwei aus Minenabwehrfahrzeugen. Der
Ständige NATO-Verband SNMG 1 besteht in der Regel aus mehreren
Zerstörern oder Fregatten nahezu aller NATO-Mitgliedsstaaten.
Aufgaben der Verbände sind vor allem Kontrolle und Schutz strategisch
wichtiger Seewege. Dazu operieren sie weltweit und können bei Bedarf
sofort in andere Krisengebiete verlegt und dort eingesetzt werden.
Deutschland ist permanent mit mindestens einer Einheit an den
Verbänden beteiligt.
Hintergrundinformationen zur “Rhön”
Der unbewaffnete Betriebsstofftanker “Rhön” ist 130 Meter lang und
19 Meter breit. Der 14.169 t- Tanker kann bis zu 10.000000 Liter
Flüssigtreibstoff transportieren. Dieser Kraftstoff kann in See
gleichzeitig an zwei Schiffe abgegeben werden. Seine
Höchstgeschwindigkeit mit seinen 8.000 PS beträgt 16 kn, das sind
etwa 30 Stundenkilometer.
Hinweise für Journalisten:
Medienvertreter sind eingeladen, das Auslaufen am 2. August zu
begleiten.
Zeit: 10.00 Uhr
Treffpunkt: Hauptwache Marinestützpunkt Wilhelmshaven
Opdenhoffstraße, 26384 Wilhelmshaven
Akkreditierung: Erbeten mit beiliegendem Anmeldeformular beim
Presse-und Informationszentrum der Marine, Außenstelle Wilhelmshaven
(WHV) bis Freitag, dem 31. Juli, 10.00 Uhr, unter Fax-Nummer 04421 –
68 5796.
Ansprechpartner in Wilhelmshaven: Obermaat Winges, 04421-68-5797.
Weitere Informationen rund um die Marineeinsätze und das oben
genannte Thema finden Sie in unserem Internetportal www.marine.de.
Unser Pressemitteilungsarchiv finden Sie in unserer Pressemappe bei
News Aktuell unter www.presseportal.de, Suchbegriff: “Deutsche
Marine”.
Pressekontakt:
Presse- und Informationszentrum Marine
Oberleutnant zur See
Katja Messinger
Telefon: 04631 – 666 – 4413
piz@marine.de
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