Deutsche Marine – Pressemeldung: Erster Crew-Wechsel beim Einsatz- und Ausbildungsverband der Deutschen Marine



Glücksburg (ots) -

Teneriffa / Flensburg – Am heutigen Freitag findet nach sechs
Wochen der erste Crew-Wechsel beim diesjährigen Einsatz- und
Ausbildungsverband (EAV) der Deutschen Marine statt. Auf der
spanischen Kanareninsel Teneriffa verlässt der erste Törn
Offiziersanwärter die Fregatte “Sachsen” sowie den
Einsatzgruppenversorger “Frankfurt am Main”. Er wird vom zweiten Törn
abgelöst, der nun sein seemännisches Praktikum auf den Schiffen des
Verbandes beginnt.

Teilnahme an weltgrößtem Uboot-Jagdmanöver

Die Offiziersanwärter sollen während ihrer Zeit beim EAV alle
Abschnitte eines Marineschiffs kennenlernen. Sie werden von
erfahrenen Offizieren und Unteroffizieren angeleitet, um umfassende
Einblicke in die sogenannten Hauptabschnitte Nautik, Schiffstechnik
und Operation zu erhalten. Der Gefechtsdienst an Bord bildet einen
Schwerpunkt des Praktikums, darunter fällt auch die Schiffssicherung.
Diese beinhaltet die Bekämpfung von Wassereinbrüchen und Feuer an
Bord. Auch umfangreiche Rettungsmanöver wie zum Beispiel “Mann über
Bord” kommen nicht zu kurz. Im Februar dieses Jahres nahm der EAV an
dem weltgrößten Uboot-Jagdmanöver “Noble Manta” teil. Diese Übung der
NATO findet jährlich in den Gewässern südöstlich von Sizilien, im
linischen Meer, statt. Der Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) ist
- wie der Name sagt – nicht nur für die Ausbildung der
Offiziersanwärter da, sondern ist auch ein Einsatzverband. Er kann
bei Bedarf jederzeit zu einem militärischen Einsatz herangezogen
werden. Zum EAV gehört außerdem die Fregatte “Lübeck”, die sich
zurzeit noch in einem italienischen Hafen für Reparaturarbeiten
befindet. Anfang März soll sie wieder zum Verband stoßen.

EAV fährt Richtung Südamerika

Belohnt werden die Offiziersanwärter und Stammbesatzungen –
insgesamt sind das rund 600 Männer und Frauen – für die harte
Ausbildung mit dem Besuch zahlreicher Häfen. Der erste Törn war unter
anderem im südenglischen Portsmouth, der portugiesischen Hauptstadt  
Lissabon und auf Teneriffa. Den zweiten Törn führt es zunächst an der
afrikanischen Küste entlang, um anschließend über den Atlantik nach
Südamerika zu fahren. Dort werden zum Beispiel die Häfen von Salvador
da Bahia in Brasilien und Fort de France auf Martinique angelaufen.
Doch auch in den warmen Gefilden steht die Ausbildung der
Offiziersanwärter im Fordergrund. Deshalb ist auch dort die Teilnahme
an einem internationalen Manöver mit dem Namen “Unitas Gold”
vorgesehen. Es steht unter Führung der US-Amerikaner vor der Küste
Floridas. Im April ist der zweite und letzte Törn-Wechsel vorgesehen.
Die Schiffe des EAV werden am 13. Juni in ihren Heimathäfen
zurückerwartet.

Rückkehrer beginnen Lehrgang an Marineschule

Die jetzt heimkehrenden 72 Offiziersanwärter – darunter zehn
Frauen – beginnen an der Marineschule Mürwik (MSM) den sogenannten
Offizierlehrgang Truppendienst. Diesen Ausbildungsabschnitt haben die
72 Offiziersanwärter des zweiten Törns – unter ihnen elf Frauen –
gerade erfolgreich abgeschlossen. An der MSM in Flensburg werden die
Offiziersanwärter unter anderem in Führungslehre, Nautik und Englisch
unterrichtet. Bevor es im Herbst für die jungen Marinesoldaten ins
Studium an eine der beiden Universitäten der Bundeswehr in Hamburg
und München geht, werden sie noch Truppenpraktika absolvieren. Danach
tauschen sie für drei bis vier Jahre die Uniform gegen zivile
Kleidung, um sich ganz dem Studium widmen zu können. Nach ihrem
Abschluss werden sie als junger Leutnant beziehungsweise Oberleutnant
zur See in die Flotte zurückkehren – als gut ausgebildete Vorgesetzte
ihre militärische Karriere starten.

Autoren: Tobias Engfer, Lasse Roth, Alexander Gatzsche, Deutsche
Marine
Fotos: Sebastian Fuhrmann und Alexander Gatzsche, Deutsche Marine

Weitere Informationen rund um die Marineeinsätze und das oben
genannte Thema finden Sie in unserem Internetportal www.marine.de.

Pressekontakt:
Presse- und Informationszentrum Marine
Oberleutnant zur See Christopher Jacobs
Telefon: 0 46 31 – 6 66 – 44 12 / 44 00
E-Mail: piz@marine.de
Fotoredaktion Marine: 0 46 31 – 6 66 – 44 32  

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