Berlin (ots) – Der Arzneiprüfer Peter Sawicki bekommt seinen
Vertrag zur Leitung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit
im Gesundheitswesen (IQWiG) nicht verlängert. Dies erfuhr der
Berliner “Tagesspiegel” aus dem Vorstandsgremium nahe stehenden
Kreisen. Der formale Beschluss werde in Kürze bekannt gegeben, hieß
es. Die Kassenvertreter hätten den pharmakritischen Institutschef
zwar gern gehalten, konnten sich aber nicht gegen Ärzte,
Krankenhausgesellschaft und Gesundheitsministerium durchsetzen.
Es handle sich um eine rein politische Entscheidung, sagte der
SPD-Experte Karl Lauterbach dem “Tagesspiegel” (Freitagsausgabe).
Sawicki sei wegen seiner verbraucherorientierten Arbeit ohne
Rücksicht auf Lobbyinteressen für FDP und Pharmaindustrie “nicht
tragbar” gewesen. Für das Institut sei nun das Schlimmste zu
befürchten. “Die FDP sucht einen Industrieknecht, der sich an den
Umsätzen der Pharmakonzerne orientiert.” Dadurch verkomme die
Institutsarbeit “zur Farce”.
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