Berlin (ots) – Berlin – Von einer Wirkung des millionenschweren
Sonderprogramms zur Verringerung des Pflegenotstands an deutschen
Kliniken ist aus Beschäftigtensicht nach dem ersten Förderjahr noch
wenig zu spüren. Dies ergaben Umfragen des Deutschen Berufsverbands
für Pflegeberufe, deren Ergebnisse dem Berliner “Tagesspiegel”
vorliegen. “Die von der Politik versprochene Hilfe kam bisher bei den
Pflegenden kaum an”, resümierte Verbandsreferentin Johanna Knüppel.
Der “Exodus der Pflege” habe nicht gebremst werden können. Die
Pflegekräfte seien “müde, erschöpft und verschlissen”,,
diesbezügliche Patientenängste seien “nur allzu berechtigt”.
In den Jahren 2009 bis 2011 sollten mit 650 Millionen Euro 17 000
neue Pflegestellen an deutschen Kliniken geschaffen werden. Nach
Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) gibt es mit der
Mittelvergabe in einigen Ländern aber noch “erhebliche Probleme”. In
Berlin und Rheinland-Pfalz liege dies an “deutlich überhöhten
Nachweisforderungen” der Krankenkassen. In Bayern, Niedersachsen und
Mecklenburg-Vorpommern hätten die Kliniken ihre dafür nötigen
Kostenstrukturberechnungen noch nicht fertig.
Den Umfragen zufolge empfinden besonders die Betreiber kleiner
Kliniken den Aufwand, um an die Mittel zu kommen, als “zu hoch” . Als
wichtigsten Grund dafür, dass das Förderprogramm an ihrer Klinik
nicht genutzt wird, nennen die meisten Pflegemanager allerdings den
Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt.
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