Berlin (ots) – Der designierte Wehrbeauftragte des Bundestages,
Hellmut Königshaus, hat den Einsatz von schweren Kampfpanzern und
Mörsergranaten zum besseren Schutz der Bundeswehr in Afghanistan
gefordert. “Die Bundeswehr müsste einige der Leopard 2-Kampfpanzer
nach Kundus schaffen, die hier in Deutschland in Depots stehen”,
sagte der FDP-Politiker dem in Berlin erscheinenden “Tagesspiegel”
(Mittwochsausgabe). Der Kampfpanzer Leopard 2 sei besser gegen Minen
geschützt als leichtere Panzer wie der “Marder” oder
Patrouillenfahrzeuge wie der “Dingo” und habe zudem eine
abschreckende Wirkung gegen Taliban-Angriffe. “Wer in das Kanonenrohr
eines Leopard 2 schaut, überlegt sich zwei Mal, ob er einen deutsche
Patrouille angreift”, meinte Königshaus, der sein neues Amt als
Nachfolger von Reinhold Robbe ab dem 1. Mai antreten wird.
Der Bundeswehr stehe in Afghanistan nicht alles Gerät zur
Verfügung, das sie zum eigenen Schutz brauche, meinte der
Wehrbeauftragte. So fehlten neben gut geschützten Fahrzeugen
Hubschrauber, Mörsergranaten und moderne Aufklärungssysteme. Das
Fehlen deutscher Hubschrauber könne allerdings durch amerikanische
Maschinen ausgeglichen werden.
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