Berlin (ots) – Potsdam – Wolfgang Huber, scheidender Bischof der
evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische
Oberlausitz, glaubt nicht, dass die von Ministerpräsident Matthias
Platzeck in Brandenburg geschmiedete Koalition aus Linkspartei und
SPD eine Versöhnung mit alten SED-Kadern und Stasi-belasteten
Politikern bewirkt. Diese Erwartung sei illusorisch, sagte Huber dem
Tagesspiegel, da Versöhnung eine Klärung der eigenen Geschichte
voraussetze. Von der Linkspartei habe er diesen Prozess seit 15
Jahren vergeblich gefordert. Dort gäbe es auf Landes- und Bundesebene
weiterhin ein “kollektives Beschweigen der Geschichte”. Daher könne
von einem “Übergang in die Normalität”, wie ihn Platzeck propagiert,
keine Rede sein. Bischof Huber wird kommenden Sonnabend aus seinem
Amt verabschiedet. Quelle: Tsp
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Gunda Bartels
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