Berlin (ots) – Berlin – Die nordrhein-westfälische
SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft hat für den Fall ihres
Wahlsieges eine gemeinsame Bundesratsinitiative der SPD-regierten
Länder gegen die fortwährende Befristung von Arbeitsverträgen
angekündigt. ”Wir würden mit Sicherheit eine Bundesratsinitiative
gegen die Pläne der Bundesregierung zur völligen Unterhöhlung des
Kündigungsschutzes starten”, sagte Kraft in einem Interview mit dem
Berliner “Tagesspiegel” (Sonntagsausgabe). Bundesarbeitsministerin
Ursula (CDU) arbeite an einer “unbegrenzten Verkettung befristeter
Arbeitsverträge”, warnte Kraft. Dies sei “fatal für den
Wirtschaftsstandort und den sozialen Zusammenhalt”. Wenn die
Bundesregierung die Zuverdienstmöglichkeiten bei Hartz IV anhebe und
die Kettung von Zeitverträgen erlaube, werde sich der Rückgang der
festen Jobs in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen. Bereits
heute werde jeder zweite neue Vertrag nur noch befristet geschlossen.
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