Berlin (ots) – Berlin – Der Fraktionschef der Linkspartei im
Bundestag, Gregor Gysi, rechnet fest mit der Rückkehr von Parteichef
Oskar Lafontaine in die Bundespolitik. Lafontaine habe seine
Krebsoperation “gut überstanden”, sagte Gysi dem Berliner
“Tagesspiegel am Sonntag”. “Wir haben miteinander telefoniert, und
ich bin sehr optimistisch, dass er der Bundesrepublik und unserer
Partei auch politisch erhalten bleibt. Lafontaine habe “doch diese
Ambitionen”, betonte Gysi. Schließlich sei es nicht zufällig
Lafontaine gewesen, der auf die Regierungserklärung von Kanzlerin
Angela Merkel geantwortet habe.
Die Debatte über die Lafontaine-Nachfolge in seiner Partei
bezeichnete Gysi als “völlig daneben”. “Wenn jemand ins Krankenhaus
kommt, denkt man über alles Mögliche nach – aber nicht über dessen
Nachfolge.” Ohne Lafontaine drohe der Partei zum jetzigen Zeitpunkt
ein Bedeutungsverlust, warnte der Fraktionsvorsitzende. “Wir wissen
doch selbst, dass es einen Generationswechsel geben muss. Aber den
lassen wir uns nicht vorschreiben.” Zuvor müssten er und Lafontaine
erst noch “die Vereinigung der Linkspartei hinbekommen”, betonte
Gysi. “Das ist unsere historische Aufgabe.” Wenn in der Fraktions-
und Parteispitze aber noch jeweils eine Frau dazukomme, “soll das an
uns nicht scheitern”.
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