Berlin (ots) – Berlin – Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse
Aigner (CSU) erlaubt den Anbau der umstrittenen Genkartoffel Amflora.
Dies erfuhr der Berliner “Tagesspiegel” am Montag aus
Ministeriumskreisen. Allerdings handle es sich dabei lediglich um die
Freilandversuche, die das Unternehmen BASF in Deutschland durchführen
möchte. “Es geht hier nur um Forschung und Saatgutentwicklung”, hieß
es. Mit der grundsätzlichen Zulassung der gentechnisch veränderten
Kartoffel als Futtermittel habe die Entscheidung nichts zu tun.
Darüber müsse die EU-Kommission befinden.
Aigner stellte sich mit ihrer Entscheidung gegen CSU-Chef Horst
Seehofer, der nach Tagesspiegel-Informationen bei einem Treffen in
München vor einer Woche auf ein Verbot der Genkartoffel gedrängt
hatte. Die Einflussnahme des Parteivorsitzenden auf die
CSU-Bundesministerin ist auch in der eigenen Partei umstritten. So
war in der CSU-Landesgruppe war vor zwei Wochen bereits Aigners
Entscheidung, den Anbau von genverändertem Mais zu verbieten, auf
heftige Kritik gestoßen. Auch hier hatte Seehofer, wie aus dem
Ministerium bekannt wurde, starken Druck ausgeübt.
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