Berlin (ots) – Der in den letzten Wochen öffentlich gewordene Fall der Entwendung von Zahngold in einem Hamburger Krematorium wirft Licht auf ein Thema, bei dem sich die Bestattungsbranche bisher sehr zurückhält: Dem Umgang mit Zahngold nach der Einäscherung.
In ihrer jüngsten Ausgabe berichtet die Fachzeitschrift Bestatterzeitung.de am Freitag darüber, wie Krematorien in Deutschland mit der Verwertung von Zahngold umgehen. Dient es – wie es jüngst ein Informant der Hamburger Morgenpost zutrug dazu, dem Krematoriumschef den Wintersport nach Davos zu finanzieren? Oder stehen Pietät und gesetzliche Regelung im Vordergrund?
Rund 400.000 Einäscherungen finden in Deutschland pro Jahr statt und längst handelt es sich im Bestattungsgeschäft um einen hart umkämpften Markt. In einer Blitzumfrage bat Bestatterzeitung.de rund 80 Krematorien in Deutschland nun um Auskunft, wie man mit Zahngold umgeht. Doch die Branche möchte sich nicht in die Karten schauen lassen. Viel zu heikel scheint die Kombination aus Einäscherung und Edelmetallverwertung zu sein.
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