München (ots) – Aus aktuellem Anlass nimmt Das Erste am 21. April
2010 um 23.30 Uhr folgenden Beitrag in sein Programm auf:
Mittwoch, 21. April 2010, 23.30 Uhr
Sündenfall Missbrauch (NDR/WDR)
Kirche in der Krise
Ein Film von Margarethe Steinhausen, Wilfried Köpke, Thorsten Niemann
Katholische Geistliche haben Kinder und Jugendliche sexuell
missbraucht. Missbrauch ist ein schweres Delikt mit oft verheerenden
Folgen für das Opfer; doch begangen von Seelsorgern, Respekts- und
Vertrauenspersonen, die das Heilige vermitteln und die Moral
verkörpern sollen, ist dieses Vergehen noch einmal unfassbarer – für
Gläubige wie für Atheisten.
Ein Skandal um sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen –
kaum etwas hätte die katholische Kirche schwerer treffen können als
das. Denn der Skandal trifft sie an ihrer wohl schwächsten Stelle:
ihrer Haltung zur Sexualität. Wie kann sie also eine Krise meistern,
in der Geistliche ausgerechnet sexuelle Abgründe offenbaren? Und
sofort werden Fragen laut, ob denn die moralische, rechtliche und
gesellschaftliche Sonderstellung der Institution Kirche noch
gerechtfertigt sei. Welche Bedeutung kann eine Kirche haben, die
sich, wie der Papst es formuliert, nicht den Moden einer
säkularisierten Gesellschaft unterwerfen will? Das klingt nach
Abgrenzung, nach Sonderstellung. Es klingt jedenfalls nicht nach
Öffnung und Veränderung. Aber eben das verlangt jetzt die deutsche
säkularisierte Gesellschaft von der katholischen Kirche.
Hat sie die Kraft, sich diesen geforderten und notwendigen
Veränderungen zu stellen oder wird die Kirchenführung versuchen,
diesen Skandal nur irgendwie zu überstehen? Es steht viel auf dem
Spiel: die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche – und somit sie
selbst.
Redaktion: Werner Grave (NDR)
Pressekontakt: NDR Presse und Information, Iris Bents, Tel: 040/4156
2304, E-Mail: i.bents@ndr.de
Die auf diesem Platz ursprünglich geplante Reportage “Global
Players”, die zum großen Afrika-Schwerpunkt im Ersten gehört, läuft
nun am 5. Mai 2010.
Mittwoch, 5. Mai 2010, 23.30 Uhr
Global Players (WDR)
Über das Weltwirtschaftswunder Fußball und die WM 2010
Film von Tom Theunissen
“Südafrika war in der ganzen Welt stets nur als Apartheid-Südafrika
bekannt. Wir wollen, dass Südafrika an den Abendbrot- und
Kaffeetischen der Welt ein Thema ist. Dass die Menschen sich fragen,
was ist das für ein Land? 2006 in Deutschland hat man gesehen, dass
Fußball die deutsche Nation auf eine Weise vereint hat, wie Politik
es nie könnte.” So Danny Jordaan, Geschäftsführer des
Organisationskomitees für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in
Südafrika.
Der Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, Josef Blatter, geht noch
weiter. Er meint, mit Hilfe des Fußballs nicht nur Rassenschranken,
sondern auch die Armut in Südafrika überwinden zu können. Aus einer
Sportart wird ein Heilsbringer konstruiert: der Fußball als
Jobmaschine, Konjunkturmotor und Friedensengel.
Das ist die Basis, auf der sich die Protagonisten dieser Reportage
bewegen. Wer verdient hier woran und wer hat den Nutzen?
Der Film liefert anhand der Erlebnisse und Handlungen einiger
Protagonisten (die “Global Players”) eine andere Perspektive auf das
Mammutprojekt Fußball-WM, abseits von Pressekonferenzen,
Nachrichtenbildern und öffentlichen Statements. Er zeigt in einer
langfristigen Beobachtung die positiven und kritikwürdigen
Bestrebungen und Begleiterscheinungen deutschen Engagements vor Ort -
von echter Hilfe über Besserwissertum bis zur Geschäftemacherei. So
entsteht eine Reportage rund um ein (überschätztes?) Großereignis,
mit zahlreichen Einblicken in die soziale Realität eines
Schwellenlandes.
Redaktion: Birgit Virnich, Christian Wagner
Rückfragen an: WDR-Pressestelle, Annette Metzinger, Tel: 0221/220
2770,
E-Mail: annette.metzinger@wdr.de
“Überleben in Kabul” wird auf den 19. Mai 2010 verschoben. Der
Pressetext zu dieser Sendung wird mit der Programmwoche 20 erneut
herausgegeben.
Pressekontakt:
Pressedienst Das Erste, E-Mail: pressedienst@daserste.de, Tel:
089/5900-3868 oder -3351
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