München (ots) – Menschen mit Behinderungen kämpfen noch bis zum
Sonntag in Vancouver bei den Winter-Paralympics um Medaillen:
Pastoralreferentin Verena Maria Kitz fragt in ihrem “Wort zum
Sonntag” am Samstag, 20. März 2010, um 23.10 Uhr im Ersten
nach der Kraft, die hinter solchen Leistungen steckt. Sie erzählt
davon, wie ihr die Sportlerinnen und Sportler Ansporn für den eigenen
Alltag sein können. Im Anschluss an die Sendung kann im Blog
diskutiert werden.
Die “Wort zum Sonntag”-Sendung kann unter: www.DasErste.de/Wort
nachgelesen oder als Video-Podcast angesehen werden. Live-Chats und
Blogs sind dort ebenfalls verlinkt.
Redaktion: Meinhard Schmidt-Degenhard (HR)
Und in der Reihe “Gott und die Welt” folgt am Sonntag, 21. März
2010, um 17.30 Uhr die Reportage: “Das vergisst man nie! – Eine
Kindheit im Heim”.
Alles fing mit einem Brief an. Wolfgang Rosenkötter erhielt von der
Heimleitung aus Freistatt bei Bremen eine Einladung für eine Lesung.
40 Jahre lang hatte Wolfgang Rosenkötter nicht über seine
traumatischen Erlebnisse in der Bethel-Jugendanstalt Freistatt
gesprochen, weder mit seiner Frau noch mit seinem Sohn. Mit der
Einladung nach Freistatt begann eine schmerzliche Odyssee in die
Vergangenheit.
Bis Anfang der 1970er Jahre lebten 700 000 bis 800 000 Kinder in
Deutschland in kirchlichen und staatlichen Heimen. Viele waren, wie
es nun auch in einer Stellungnahme des Bundestags heißt, “rigiden,
gewaltvollen und faktisch wie psychisch geschlossenen Systemen
ausgeliefert”. Beschwerden blieben folgenlos. Wer sich nicht fügen
wollte oder konnte, dem sei mit schlimmeren Heimen bedroht worden. In
diesen “Endstationen” herrschten “schockierende Verhältnisse”.
In ihrer Reportage lassen die Autoren Alexia Späth und Christian
Dröse ehemalige Heimkinder zu Wort kommen. Über ihre
Kindheits-Erlebnisse haben viele noch nie gesprochen, andere haben
“nur” Jahrzehnte geschwiegen. Der Film spürt dem Horror von damals
nach, erzählt aber auch von der Begegnung mit ehemaligen Erziehern
und der Suche nach Versöhnung.
Redaktion: Dr. Sabine Rauh (BR)
Pressekontakt:
Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 3876,
E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de
Fotos unter www.ard-foto.de
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