München (ots) – Moderation: Ute Brucker (SWR) und Rolf-Dieter
Krause (WDR)
In der Sondersendung aus Prag wird das Europamagazin in mehreren
Beiträgen resümieren, wie sich Europa und die EU seit dem Mauerfall
und dem Ende der Sowjetunion entwickelt haben. Was ist aus den
Hoffnungen von damals geworden, wie hat sich das Leben seit der
EU-Erweiterung an den ehemaligen Grenzen und an den neuen
Außengrenzen entwickelt? Vaclav Havel, der ehemalige tschechische
Präsident, wird in einem Exklusiv-Interview für das Europamagazin
seine Einschätzungen zum Verhältnis Tschechien/EU geben. Havel ist
für die Unterzeichnung des Lissabon-Vertrages; der tschechische
Präsident Vaclav Klaus will weiter abwarten, so dass der Vertrag
nicht in Kraft treten kann. Das Europamagazin fragt: Was wird aus dem
Vertrag, falls es dem konservativen britischen Oppositionsführer
Cameron gelingt, das Inkrafttreten des Vertrages solange zu
verhindern, bis er selbst an die Regierung kommt, um dann im nächsten
Jahr die Briten noch einmal über den Vertrag abstimmen zu lassen?
Außerdem dürfen sich die Zuschauer auf die Zusammenstellung
besonderer Moderatorenauftritte seit den Anfängen des Europamagazins
und über einen Griff in die Archivkisten der Europamagazin-Berichte
freuen.
Die Themen im Einzelnen:
Großbritannien: Camerons Lissabon-Torpedo
David Cameron und seine konservative Partei wollen den
Lissabon-Vertrag noch zu Fall bringen. Um das zu erreichen hat er dem
tschechischen Präsidenten und EU-Skeptiker Vaclav Klaus in einem
Brief ein gemeinsames Vorgehen vorgeschlagen: Klaus solle die
Unterschrift unter das Abkommen weiter verweigern, womit der Vertrag
nicht in Kraft treten kann. Er selbst wolle nach einer erfolgreichen
Wahl im kommenden Frühjahr als neuer britischer Regierungs-Chef ein
Lissabon-Referendum durchführen lassen. Das könnte das Ende des
Vertrages sein. Annette Dittert berichtet vom Parteitag der
Konservativen.
Tschechien: Polit-Chaos
Im Frühjahr wurde die tschechische Regierung gestürzt, mitten im
EU-Präsidentschaftshalbjahr Tschechiens. Jetzt sollten Neuwahlen
stattfinden, aber das Verfassungsgericht hat die Wahl untersagt.
Danko Handrick berichtet über die Hintergründe des politischen Chaos
in Tschechien und lässt sich diese auch von “Vater und Sohn” Spejbl
und Hurvinek erklären, den zwei Figuren des Prager
Marionetten-Theaters.
Österreich: Woher kommt der Europafrust?
Österreich profitiert so sehr wie kaum ein anderes EU-Land von der
Osterweiterung der EU. Woher kommt dann der Europafrust der
Österreicher, den alle Umfragen belegen? Susanne Glass auf
Ursachensuche.
Österreich/Ungarn: Neues Leben an der ehemaligen Grenze
Im Burgenland bei Sopron profitieren Mensch und Natur von der
Beseitigung der alten Grenze zwischen Ungarn und Österreich.
Multinationale Naturschutzprojekte sind entstanden; die Menschen
nutzen die offenen Grenzen im privaten und beruflichen Alltag. Thomas
Morawski war vor Ort.
Polen/Ukraine: Leben an der neuen Ostgrenze
Seit der Osterweiterung der EU sind neue Außengrenzen entstanden; die
EU schottet sich ab, z.B. mit dem Schengener Abkommen. Was hat sich
dadurch am Leben beidseits der neuen EU-Außengrenze geändert? Autor:
Ulrich Adrian
Litauen: Eine Erfolgsgeschichte?
Vor 20 Jahren war Linas Balsys ein junger Journalist, der darauf
hoffte, dass sein Land sich vom russischen Einfluss lösen und später
auch Mitglied der EU werden kann. Damals berichtete er im
Europamagazin über Sowjetpanzer im eigenen Land, inzwischen hat er
Karriere gemacht und ist Regierungssprecher geworden. Claudia
Buckenmaier zeichnet seine persönliche Entwicklung und die seines
Landes nach.
Tschechien: Die Stadterfolgsstory von Krumau
Krumau, das tschechische Cesky Krumlov, ist zu einer
architektonischen und touristischen Perle Tschechiens geworden.
Wiltrud Kremer berichtet über den Wandel des Städtchens.
EU/Belgien: Knöllchen europaweit?
Strafzettel im Ausland? Einfach wegwerfen! Das funktioniert auch im
grenzenlosen Europa bisher fast noch überall. Aber es gibt Ausnahmen.
Autor: Thomas Becker
Griff in die Archivkiste:
Ein Rückblick auf besondere Moderationen und Moderationsorte des
Europamagazins und erinnerungsträchtige Berichte der
“Europamagazin”-Sendungen von SWR und WDR.
Produziert wird die Sendung im wöchentlichen Wechsel von SWR und
WDR. Mit den Auslandsstudios in Straßburg (SWR) und Brüssel (WDR),
zahlreichen ARD-Korrespondenten in Europa und eigenen Reportern
können die beiden Rundfunkanstalten auf ein ausgedehntes
Informationsnetz zurückgreifen. Für den SWR meldet sich Ute Brucker
aus Stuttgart, der WDR sendet mit Rolf-Dieter Krause aus dem
ARD-Studio in Brüssel. Die Redaktionsleitung liegt bei Johannes Georg
Müller (SWR) und Renate Bütow (WDR). Die Beiträge des
“Europamagazins” gestalten zum überwiegenden Teil die
ARD-Korrespondenten in ganz Europa.
Für Nachfragen und ausführliche Informationen stehen Ihnen gerne
die Redaktionsleiter Johannes Georg Müller (SWR) und Renate Bütow
(WDR) sowie die beiden Moderatoren zur Verfügung. Bitte wenden sie
sich an :
Ursula Foelsch, Pressestelle SWR, Tel. 0711/929 1034, E-Mail:
ursula.foelsch@swr.de
Barbara Feiereis, Pressestelle WDR, Tel. 0221/2202705, E-Mail:
barbara.feiereis@wdr.de
Eine digitale Pressemappe zu “Europamagazin spezial” finden
akkreditierte Journalisten im Pressedienst des Ersten unter:
http://presse.DasErste.de in der Rubrik “Pressemappen” zum Download.
Pressekontakt:
Agnes Tollner, Presse und Information Das Erste
Tel. 089/59003876, E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de
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