CSI schlägt Alarm: Drohender Genozid an religiösen Minderheiten / Im Nahen und Mittleren Osten sind Bedingungen entstanden, die für religiöse Minderheiten eine lebensbedrohliche Gefahr darstellen



München, Washington, Zürich (ots) – Die internationale Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) hat heute vor einem drohenden Genozid an religiösen Minderheiten im Nahen und Mittleren Osten gewarnt. Mit Schreiben an den US-Präsidenten Barak Obama, den Deutschen Aussenminister Guido Westerwelle und die Schweizer Bundesrätin Micheline Calmy-Rey fordert CSI dazu auf, in der politischen Bewertung des sogenannten “Arabischen Frühlings” besonders auf das Schicksal von religiösen Minderheiten in der Region zu achten.

Mit einer speziellen Petition fordert CSI den US-Präsidenten dazu auf, in seiner bevorstehenden Rede zur Lage der Nation die gegen Minderheiten zutage tretenden Völkermord-Tendenzen zu thematisieren. Nach Einschätzung von CSI stehen mehrere Millionen Menschenleben und die Zukunft einer bisher von religiösem Pluralismus geprägten Gesellschaft im Nahen und Mittlerne Osten auf dem Spiel. Zu den bedrohten Minderheiten gehören unter anderem Christen, Juden, Baha’i, Jesiden, Sabäer und Ahmadis.

Faktoren, die das Risiko eines Genozids in der geschichtlichen Erfahrung begünstigen, sind in der Region zwischen Marokko und Pakistan in unterschiedlichem Ausmass vorhanden. Akut gefährdet sind nicht-muslimische Glaubensgemeinschaften im Irak, Iran und Sudan, in Syrien, Ägypten, Pakistan und in den palästinensischen Gebieten. Schon zu Jahresbeginn warnten der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und der ehemalige Präsident des Libanons, Amine Gemayal, vor der sich abzeichnenden Gefahr.

CSI fordert die adressierten Politiker eindringlich dazu auf, sich für folgende Massnahmen einzusetzen:

1. Aufforderung an den UNO Generalsekretär, eine
Genozid-Warnung herauszugeben und Präventivmassnahmen auf
der Grundlage von Resolution 1366 des UN-Sicherheitsrates zu
ergreifen;
2. Subventionen für den Demokratisierungsprozess in der Region
an Bedingungen zu knüpfen, die auf eine Überwindung des
islamistischen Überlegenheitsdenkens zielen;
3. Organisationen, welche die religiöse Diskriminierung vor Ort
begünstigen, keinerlei Hilfsgelder mehr zur Verfügung zu
stellen.

CSI ist eine christliche Menschenrechtsbewegung für Religionsfreiheit und Menschenwürde.

Pressekontakt:

Gunnar Wiebalck
gunnar.wiebalck@csi-int.org
+49-89-58997550

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