Hamburg (ots) – Acht Geräte im COMPUTERBILD-Test / Alle
Mobiltelefone mit großen Tasten / Nachteil: Geräte meist nur im
Internet erhältlich
MP3-Spieler, Megapixel-Kamera, Internet- oder E-Mail-Programm –
was für junge Leute unverzichtbare Handyfunktionen sind, schreckt
ältere Menschen eher ab. Schlimmer noch: Die Bedienung hoch
gezüchteter Multimedia-Protze überfordert immer mehr Menschen – im
Notfall lassen sich die Geräte nicht einfach bedienen und sind somit
keine Hilfe. Sogenannte “Einfach-Handys” oder “Senioren-Handys”
versprechen Abhilfe: Statt vieler Extras bieten sie vor allem große
Tasten, laute Klingeltöne, gut ablesbare Texte im Display und in
Summe eine leichte Bedienung. COMPUTERBILD hat acht solcher
Einfach-Handys bis 199 Euro getestet (Ausgabe 20/2009, ab Montag im
Handel).
Auffälligkeiten gab es bereits bei der Auswahl des Testfelds:
Keiner der bekannten Handyhersteller hat ein entsprechendes Gerät im
Programm. Unter der Hand heißt es, dass Einfach-Handys nicht zum
Markenimage passen – eine sichere Handybedienung scheint noch kein
Verkaufsargument zu sein.
Bei diesem COMPUTERBILD-Test waren vor allem zwei Faktoren
ausschlaggebend: Lassen sich die Geräte einfach bedienen und zeigen
sie Schwächen beim Telefonieren? Ersteres ist bei allen garantiert:
Alle Handys haben eine Tastatur mit großen, deutlich getrennten
Tasten, die Menschen mit schlechterem Sehvermögen fehlerfrei bedienen
können. Von den acht getesteten Geräten erhielt jedoch nur das Doro
Phone Easy 338 für 110 Euro die Note “gut”. Es punktet zusätzlich zur
groß beschrifteten Tastatur mit einer übersichtlichen Menüstruktur,
sehr guten Notruffunktionen und Extra-Tasten, mit denen sich wichtige
Rufnummern mit nur einem Tastendruck wählen lassen. Alle anderen
Testkandidaten schnitten im Endergebnis mit “befriedigend” ab.
Beim Telefonieren zeigten die einfach zu bedienenden Handys kaum
Schwächen – mit zwei Ausnahmen: Ältere Menschen, die schlecht hören,
brauchen Handys, die beim Anruf nicht nur klingeln, sondern sich auch
optisch bemerkbar machen. Mit dem Medion SP1200 (89 Euro) und dem
Hagenuk Fono 3 (100 Euro) funktioniert das nicht. Sie zeigen
eingehende Anrufe – im Gegensatz zu den anderen Testkandidaten –
nicht optisch an, beispielsweise durch eine blinkende Leuchte am
Bildschirm.
In den Läden der Mobilfunkbetreiber sind die besonderen
Mobiltelefone noch Mangelware. Die getesteten Geräte sind vorwiegend
in Internetläden erhältlich. Lediglich Geräte von Emporia gibt es bei
T-Mobile, E-Plus und The Phonehouse mit Mobilfunk-Vertrag zu kaufen.
Mehr Tests finden Sie unter www.computerbild.de/tests
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