Colonia Real Estate AG: Erstes Halbjahr mit Gewinn



(pressebox) Köln, 13.08.2009, .
- Konzernergebnis im Halbjahresvergleich von -2 Mio. Euro auf 6,3 Mio. Euro verbessert – EBIT steigt auf 16,6 Mio.
- Ergebnis aus Vermietung erhöht sich auf 21,6 Mio. Euro
- NAV aufgrund von Kapitalerhöhungen jetzt bei 10,15 Euro

Die Colonia Real Estate AG (ISIN: DE0006338007; WKN: 633800) verbucht im 1. Halbjahr 2009 einen Gewinn von rund 6,3 Mio. Euro. Zur Jahresmitte 2008 hatte der Konzern noch ein Minus von 2 Mio. Euro ausgewiesen. Das EBIT erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von 5,6 auf 16,6 Mio. Euro, das EBITDA von 5,8 auf 15,3 Mio. Euro. Bezogen nur auf das 2. Quartal lagen diese Kennziffern bei 9 Mio. Euro (Q1 2009: 7,6 Mio. Euro) bzw. 7,6 Mio. Euro (Q1 2009: 7,7 Mio. Euro). Der NAV (Net Asset Value) sank aufgrund der Verwässerungseffekte aus zwei erfolgreichen Kapitalerhöhungen im 2. Quartal von 11,62 auf 10,15 Euro. Die Liquidität verbesserte sich von 10,2 Mio. Euro im 1. Quartal 2009 auf 20,8 Mio. Euro, gleichzeitig stieg die Eigenkapitalquote auf 26,1 Prozent und liegt damit wieder im langfristigen Zielkorridor des Vorstands.

Die Mieteinnahmen des Konzerns zeigen sich, wie bereits im 1. Quartal, gegenüber 2008 deutlich verbessert: So nahmen die bereinigten Mieterträge um 8,6 Prozent, von 27,9 Mio. auf 30,3 Mio. Euro zu, gleichzeitig stieg das Vermietungsergebnis (NOI) von 18,4 Mio. auf 21,6 Mio. Euro, was einem überproportionalen Zuwachs um 17,4 Prozent entspricht. Im Vergleich mit dem 1. Quartal 2009 konnte im 2. Quartal noch einmal eine Verbesserung des Vermietungsergebnisses von 10,6 auf 11 Mio. Euro erreicht werden. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hatten das konsequente Kostenmanagement sowie ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Optimierung der Einnahmen für die Bewirtschaftung der Immobilienbestände.

Die positive Entwicklung der Mieteinnahmen war begleitet von einer Reduzierung der Leerstandsquote um 9,8 Prozent im Halbjahresvergleich. Bereinigt um An- und Verkäufe (like-for-like) sank der Leerstand auf 13,8 Prozent (H1 2008: 15,2 Prozent). Die Durchschnittsmiete je Quadratmeter stieg um 2,2 Prozent auf 4,63 Euro.

Weitere Pluspunkte in den zurückliegenden Monaten waren die Entwicklung auf der Kostenseite und zuletzt der Wertzuwachs bei den Immobilienbeständen des Konzerns. Die allgemeinen Verwaltungskosten in Höhe von 5,9 Mio. Euro (H1 2008: 15,6 Mio. Euro) liegen innerhalb der definierten Zielgröße von 12 Mio. Euro pro Jahr und enthalten zudem einmalige Restrukturierungskosten von 0,3 Mio. Euro. Die Neubewertung der Wohnimmobilien ergab zum Ende des ersten Halbjahres 2009 einen positiven nicht cash-wirksamen Saldo von 1,45 Mio. Euro. Diese Marktbewertung unterstreicht das sich stabilisierende Preisniveau im Wohnungsmarkt.

Der Bereich Asset Management – vertreten durch die Konzerntochter CRE Resolution GmbH – blieb im 1. Halbjahr hinter den Erwartungen zurück. Ausschlaggebend für das Ergebnis in diesem Geschäftsfeld waren die geringen Transaktionen im Markt und Sonderfaktoren. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schrumpften die Erträge um 21,6 Prozent von 3,7 auf 2,9 Mio. Euro, das Nettoergebnis weist zum 30. Juni 2009 ein Minus von 1,1 Mio. Euro aus. Dennoch ist CEO Stephan Rind mit Blick auf die weitere Entwicklung dieses Geschäftsfeldes optimistisch: ‘Das Bestandsmanagement liefert nach wie vor positive Deckungsbeiträge. Der Bereich Transaktionen ist dagegen vom schwachen Investmentmarkt geprägt. Wir rechnen allerdings mit einer Belebung im 2. Halbjahr. Zudem ist die Workout Plattform der CRE Resolution nun einsatzbereit. Gemeinsam mit renommierten Partnern können wir damit Banken, Investoren und Insolvenzverwaltern bundesweit maßgeschneiderte Dienstleistungen anbieten. Im 2. Quartal haben wir bereits einige Mandate hinzugewonnen, weitere größere Aufträge sind kurz vor Vertragsabschluss.’

Auf Finanzierungsseite ist die CRE AG solide aufgestellt. Erste Refinanzierungen im Volumen von 15 Mio. Euro stehen erst im Jahr 2010 wieder an, und die Konzerneigenkapitalquote konnte durch die Kapitalmaßnahmen im 2. Quartal mit 26,1 Prozent wieder auf ein Niveau angehoben werden, das innerhalb des angestrebten langfristigen Zielkorridors von 25-35 Prozent liegt.

Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte erwartet Rind eine erste – wenn auch zögerliche – Erholung des Transaktionsmarktes für Wohnimmobilien und rechnet vor allem mit zunehmenden Erlösen aus dem Bereich Wohnungsprivatisierung: ‘Hier gehen wir von einer überproportionalen Steigerung sowohl der Umsätze als auch der Profitabilität aus. In Berlin beispielsweise haben wir über unsere Tochter CRE Accentro bereits im 2. Quartal nennenswerte Verkäufe über Buchwert beurkundet, die im 3. Quartal ergebniswirksam werden. Auf Basis des sich stetig verbessernden Vermietungsergebnisses, der umgesetzten Kostensenkungen und angesichts eines sich belebenden Transaktionsmarktes erwarten wir weiterhin ein positives operatives Ergebnis in 2009.’

Ein Conference Call für Analysten findet heute, 13. August 2009, um 11:00 Uhr CET statt. Er lässt sich unter dem Link http://cre130809-live.cyber-presentation.de live verfolgen. Der vollständige Quartalsbericht kann unter folgender Adresse geladen werden: www.cre.ag/31/Investor_Relations/Finanzberichte.htm.
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