(pressebox) Kaiserslautern, 13.05.2009, Die Hochschulleitung der TU Kaiserslautern hat heute den Stipendiaten der Carl-Zeiss-Stiftung, Dr. Ivan Martinovic, Jia Wei (Postdoktoranden), Yi Ou und Lisa Wilhelm (Doktoranden), zu der erfolgreichen Bewilligung gratuliert.
Im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms der Carl-Zeiss-Stiftung wurden der TU Kaiserslautern, nach Abschluss der wissenschaftlichen Begutachtung, Projektanträge für zwei Postdoktoranden und für zwei Doktoranden zur Förderung bewilligt. Je ein Betreuer ist Mitglied des Forschungszentrums CM² und des Forschungszentrums OPTIMAS, zwei Betreuer sind Mitglieder des Forschungsschwerpunktes Ambient Systems im Rahmen der Forschungsinitiative 2008-2011 des Landes Rheinland-Pfalz.
Dr. Ivan Martinovic (31), Dipl.-Informatiker, arbeitet aktuell als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Prof. Schmitt (Verteilte Systeme), studierte an der TU Darmstadt mit Forschungsaufenthalt an der NTU Singapore. Betreuer Prof. Dr.-Ing. Jens Schmitt, Fachbereich Informatik und Forschungsschwerpunkt Ambient Systems: In diesem Projekt geht es darum, physikalische Eigenschaften der Funkübertragung für die Lösung von Sicherheitsproblemen in drahtlosen Netzen auszunutzen.
Frau Jia Wei (27), Dipl. Physikerin, arbeitet zur Zeit noch an der Fudan University, Shanghai, und hat vorher ein Physikstudium an der East China Normal University abgeschlossen. Sie erhielt ein allgemeines Stipendium für Spitzenleistung innerhalb der besten 1,8 Prozent aller Studenten der East China Normal University. Jia Wei wird im Juni 2009 ihre Promotion abschließen.
Betreuer Prof. Dr. Martin Aeschlimann, Fachbereich Physik und Forschungszentrum OPTIMAS: Dr. Jia Wei konnte die im Rahmen ihrer Promotionsarbeit an der berühmten Fudan Universität in Shanghai erzielten Forschungsergebnisse im höchstdotierten Physik-Journal "Physics Review Letters" publizieren. An der TU Kaiserslautern hat sie die Möglichkeit, ihr Fachwissen auf dem Gebiet der Laserphysik zu erweitern.
Yi Ou (35)hat im Februar 2008 Diplom in der Arbeitsgruppe von Prof. Härder abgeschlossen. Betreuer Prof. Dr.-Ing. Theo Härder, Fachbereich Informatik und Forschungszentrum CM²: Das Thema Energieeffizienz bei Computern (Green Computing) wird bisher meist im Zusammenhang mit der Hardware-Entwicklung (Leistungsaufnahme von Prozessoren, Kühlung der Rechner usw.) behandelt. Zur Ausschöpfung des gesamten Energiesparpotenzials ist es jedoch erforderlich, bei der Entwicklung von Maßnahmen und Lösungen eine gesamtheitliche Sicht einzunehmen. In diesem Projekt soll untersucht werden, wie Datenbankmanagementsysteme (DBMS) als Kernkomponenten in einer großen Zahl von Anwendungssystemen zur Optimierung des gesamten Energieverbrauchs von Rechnern beitragen können.
Lisa Wilhelm (26), Dipl. Techno-Informatikerin, während des Studiums Praktika im In- und Ausland; war auch Tutorin für höhere Mathematik an der TU.
Betreuer Prof. Dr. Karsten Berns, Fachbereich Informatik und Forschungsschwerpunkt Ambient Systems:
In diesem Projekt sollen Diagnosemöglichkeiten gefunden werden, die eine teilweise Analyse der verhaltensbasierten Roboterarchitektur zur Laufzeit ermöglichen. Die entwickelten Verfahren werden auf den verschiedenen autonomen, mobilen Robotern der Arbeitsgruppe Robotersysteme zur Anwendung kommen.
Ziel der Carl-Zeiss-Stiftung ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften an Hochschulen der drei Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen, in denen die Stiftung und ihre beiden Stiftungsunternehmen Carl Zeiss AG und SCHOTT AG ihren Sitz haben. Die Themenschwerpunkte der diesjährigen Ausschreibung sind Informatik, Ingenieurwissenschaften, Mathematik und Physik. Pro Hochschule können insgesamt acht Anträge für Doktoranden und Postdoktoranden eingereicht werden.
Doktoranden werden mit Stipendien in Höhe von 1.400 Euro monatlich für einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert, Forschungsprojekte von Postdoktoranden, die bereits eine besondere Befähigung zur wissenschaftlichen Arbeit nachgewiesen haben, werden pro Jahr mit 80.000 Euro für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren gefördert.
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