Bonn/Port au Prince (ots) – CARE: Haiti vor der Regenzeit –
Wasserfeste Unterkünfte und Sanitäranlagen werden überlebenswichtig
In Haiti liefern sich CARE und andere Hilfsorganisationen förmlich
ein Rennen gegen die Zeit. Ende März beginnt die Regenzeit. “Bis
dahin brauchen die Überlebenden dringend wasserfeste Unterkünfte und
ein Minimum an sanitären Vorrichtungen,” so Sabine Wilke von der
Hilfsorganisation CARE-Deutschland-Luxemburg in Port-au-Prince.
Nach wie vor leben viele Opfer des schweren Erdbebens in
überfüllten Camps unter Bettlaken, die von Ästen und Stäben gehalten
werden. Wilke: “Das reicht gerade, um sich vor der Sonne zu schützen,
aber die gewöhnlich sehr starken Regenfälle werden diese
Notunterkünfte buchstäblich wegspülen.” Viele Menschen erkrankten
jetzt an Atemwegen, denn sie müssten auf dem nackten, feuchten Boden
schlafen, so Wilke.
Zelte erschienen zwar auf den ersten Blick als eine logische
Maßnahme. Allerdings fehle es in Port-au-Prince “schlicht und einfach
an Platz”. Würden jetzt Zelte für alle in der Innenstadt von
Port-au-Prince verteilen, so Wilke weiter, “werden Dreiviertel der
Menschen vertrieben. Eine kurzfristige Lösung sind deshalb nicht
Zelte, sondern Plastikplanen. Wir brauchen viele davon, und wir
benötigen sie schnell.” Plastikplanen seien für die
Hilfsorganisationen eine akzeptable Übergangslösung vor der
Regenzeit.
ACHTUNG REDAKTIONEN:
Sabine Wilke steht Ihnen für Interviews aus Haiti zur Verfügung. Sie
ist dort auf ihrem deutschen Mobiltelefon erreichbar: Bitte stellen
Sie bei Interesse den Kontakt über CARE-Pressesprecher Thomas Schwarz
her.
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