Bundesumweltminister Röttgen und BDI-Hauptgeschäftsführer Schnappauf verleihen Innovations-preise für Klima und Umwelt



Berlin (ots) – Zum ersten Mal wurden heute in Berlin deutsche
Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit dem Innovationspreis für
Klima und Umwelt (IKU) ausgezeichnet. Bundesumweltministerium (BMU)
und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) prämierten
Innovationen, die Wirtschaftlichkeit, Klima- und Umweltschutz
vorbildlich vereinen. “Klimaschutz ist ein Impulsgeber für
Innovationen und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Der
deutsche Mittelstand kann hiervon besonders profitieren”, sagte
Bundesumweltminister Norbert Röttgen.
“Die deutsche Industrie ist Vorreiter beim Klima- und Umweltschutz
und damit ein entscheidender Wachstumstreiber. Obwohl Deutschland nur
ein Prozent der Weltbevölkerung stellt, hält die deutsche Industrie
auf den Weltmärkten der Umweltschutzgüter einen Anteil von 16
Prozent”, so Werner Schnappauf, Hauptgeschäftsführer des BDI.

Eine zehnköpfige Jury unter dem Vorsitz von Professor Klaus Töpfer
wählte die sechs Preisträger aus, die wissenschaftliche Bewertung
erfolgte durch das Karlsruher Fraunhofer-Institut für System- und
Innovationsforschung ISI. Die Preisträger im Einzelnen:

 In der Kategorie “Prozessinnovationen für den
Klimaschutz” siegte die Zenergy Power GmbH, die durch eine induktive
Blockerwärmung auf Basis von Supraleittechnologie den
Energieverbrauch bei der Metallerwärmung halbiert.
 Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH erreicht mit einem
Zeolith nutzenden Trocknungssystem höchste Energieeffizienz von
Geschirrspülern, was ihr die Auszeichnung in der Kategorie “Produkt-
und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz” einbrachte.

 Im Bereich “Umweltfreundliche Technologien” gab es gleich
zwei Preisträger: Die Dr.-Ing. Werner Neu Verfahrenstechnik GmbH
erfand ein energiesparendes und wirtschaftliches
Polymerverarbeitungs¬verfahren zur Herstellung von Kunststoffteilen;
Prof. Dr.-Ing. Peer Haller von der Technischen Universität Dresden
entwickelte ein Fertigungsverfahren für faser- und textilbewehrte
Formholzprofile.

 Die Kategorie “Umweltfreundliche Produkte und
Dienstleistungen” entschied die Siemens AG mit der derzeit größten
und effizientesten Gasturbine der Welt für sich.

 Der Preis für “Klima- und Umweltschutztechnologietransfer
in Entwicklungs- und Schwellenländer und Staaten Osteuropas” ging an
die Powitec Intelligent Technologies GmbH, die durch selbstlernende
Software in Kombination mit optischen und akustischen Sensoren eine
Optimierung von Großkraftwerken ermöglicht.

Das Bundesumweltministerium und der BDI wollen mit der
Preisverleihung herausragende Leistungen hervorheben, um das
Engagement der deutschen Industrie beim Klima-, Umwelt- und
Ressourcenschutz zu würdigen und zu stärken. Insgesamt waren 145
Bewerbungen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen für den
ersten IKU eingegangen. Der Preis wird mit Förderung der
Klimaschutzinitiative des BMU in insgesamt fünf mit jeweils 25.000
Euro dotierten Kategorien vergeben:
Die heute prämierten Sieger haben Ihre Innovationen auch beim
European Business Award for the Environment (EBAE) eingereicht. Ab
sofort können Interessenten sich für den nächsten Innovationspreis
für Klima und Umwelt (IKU) bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 20.
Mai 2010.

Mehr Informationen unter www.bdi.eu und
www.iku-innovationspreis.de

Pressekontakt:
BDI Bundesverband der Dt. Industrie
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Breite Straße 29
10178 Berlin
Tel.: 030 20 28 1450
Fax:  030 20 28 2450
Email: presse@bdi.eu
Internet: http://www.bdi.eu  

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