Börsen Hamburg und Hannover: Im letzten Börsenjahrzehnt konnten Anleger mit vielen deutschen Titeln Gewinn machen



Hamburg / Hannover (ots) – Mit dem vergangenen Börsenjahrzehnt verbinden Anleger vor allem eins: zwei große Börsenkrisen. Diese gingen auch an deutschen Aktien nicht spurlos vorbei. Dennoch konnten Anleger mit einigen Titeln stolze Gewinne erzielen, wenn sie diese vom 31. Dezember 1999 bis 31. Dezember 2009 im Depot hielten. Das ergab eine Analyse des unabhängigen Research-Unternehmens SRH AlsterResearch AG im Auftrag der Börsen Hamburg und Hannover.

Bijou Brigitte überrascht

Spitzenreiter unter den deutschen Aktien in der zurückliegenden Börsendekade mit einem Plus von 1.814 Prozent war die SolarWorld AG. Eine Überraschung folgt auf Platz zwei: das Hamburger Modeschmuck-Unternehmen Bijou Brigitte. Bereits 1988 ging Bijou Brigitte in Hamburg an die Börse. Trotz eines signifikanten Kursrückgangs von 2006 bis 2008 hat das Unternehmen “die Kurve gekriegt” und erzielte in den letzten zehn Jahren insgesamt eine Performance von 1.381 Prozent.

Unter den 50 deutschen Top-Performern im letzten Börsenjahrzehnt befinden sich sieben Unternehmen mit Sitz in Hamburg, sechs aus Niedersachen und eines aus Schleswig-Holstein. “Der norddeutsche Raum stellte im vergangenen Börsenjahrzehnt mehr als ein Viertel der 50 Top-Performer Deutschlands und zeigte sich krisenfest”, so Oliver Drebing von der SRH AlsterResearch AG. Die meisten Aktien mit der besten Wertentwicklung, nämlich jeweils zehn, kommen aus den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Analyse durch Akquisitionen schwierig

Von den 50 deutschen Aktien mit der besten Performance im vergangenen Börsenjahrzehnt erzielten alle ein Plus. “Allerdings war das letzte Börsenjahrzehnt auch gekennzeichnet durch Übernahmen. Bankwerte wie die Dresdner Bank oder die HypoVereinsbank wurden bei der Auswertung nicht berücksichtigt. Aber auch andere Bankaktien schafften es nicht unter die Top 50 – ihre Wertentwicklung litt stark unter der jüngsten Finanzkrise”, so Drebing.

Betrachtet man die Unternehmen nach Größe, ist die starke Performance der mittelgroßen Gesellschaften auffällig. Die meisten Spitzenperformer stellen mit 17 Stück Titel aus dem aktuellen MDAX, gefolgt von 13 aktuellen DAX-Werten. “Die DAX-Titel finden sich hauptsächlich im unteren Mittelfeld wieder, was angesichts der negativen DAX-Performance in den letzten zehn Jahren nicht überrascht. Erstaunlich ist, dass acht Titel zu den Top-Performern zählen, die aktuell in keinem der großen deutschen Börsenindizes gelistet sind”, sagt Drebing. Dazu zählen unter anderem Bijou Brigitte, der Recycling- und Sekundärrohstoff-Spezialist Interseroh, der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB und die Hamburger Weinhandelsgruppe Hawesko. “Es lohnt sich also, auch abseits der ausgetretenen Pfade nach chancenreichen Aktien zu schauen”, erklärt Drebing.

Gute Konditionen an den Börsen Hamburg und Hannover

Wer im neuen Börsenjahr auf Aktien setzen möchte, dem empfiehlt sich ein Blick auf die Börsen Hamburg und Hannover. “Wir haben im November 2009 unser Preismodell im Segment Aktien geändert. Für die meisten Orders entfällt nun die Courtage – und das bei bestem Service”, sagt Dr. Sandra Lüth, Geschäftsführerin der Börsen Hamburg und Hannover. So können DAX-Werte bis zu einem Ordervolumen von 50.000 Euro und Titel vieler weiterer Indizes wie zum Beispiel dem MDAX oder dem EuroStoxx50 bis 25.000 Euro courtagefrei gehandelt werden. Norddeutschland lohnt sich also für Anleger – sowohl was die Aktien als auch was den Handel mit ihnen betrifft.

Die 50 Top-Performer deutsche Aktien im letzten Börsenjahrzehnt

Platz Name Performance Bundesland/Sitz der
Gesellschaft
1 SolarWorld 1814% Nordrhein-Westfalen
2 Bijou Brigitte 1381% Hamburg
3 Puma 1280% Bayern
4 K+S 1105% Hessen
5 Fuchs Petrolub 1048% Baden-Württemberg
6 Salzgitter 628% Niedersachsen
7 Interseroh 465% Nordrhein-Westfalen
8 Rofin-Sinar 392% Hamburg
9 Vossloh 371% Nordrhein-Westfalen
10 KSB Vz. 307% Rheinland-Pfalz
11 Biotest Vz. 296% Hessen
12 H&R Wasag 284%* Nordrhein-Westfalen
13 Krones 280% Bayern
14 CTS Eventim 254%** Bayern
15 Fielmann 244% Hamburg
16 Drägerwerk 234% Schleswig-Holstein
17 Rational 229%*** Bayern
18 Bilfinger Berger 206% Baden-Württemberg
19 Rheinmetall 198% Nordrhein-Westfalen
20 Aurubis / Norddt. Affinerie 193% Hamburg
21 Stada 171% Hessen
22 United Internet 151% Rheinland-Pfalz
23 MVV Energie 134%** Baden-Württemberg
24 Pfeiffer Vacuum 129% Hessen
25 Sartorius 121% Niedersachsen
26 Merck 113% Hessen
27 Volkswagen Vz. 110% Niedersachsen
28 Beiersdorf 107% Hamburg
29 Adidas 103% Bayern
30 Continental 93% Niedersachsen
31 Hugo Boss Vz. 89% Baden-Württemberg
32 Leoni 87% Bayern
33 Rhön-Klinikum 86% Bayern
34 Morphosys 86% Bayern
35 Gildemeister 85% Nordrhein-Westfalen
36 E.ON 81% Nordrhein-Westfalen
37 RWE 75% Nordrhein-Westfalen
38 BASF 70% Rheinland-Pfalz
39 Fresenius SE 69% Hessen
40 Henkel 68% Nordrhein-Westfalen
41 Porsche Vz. 67% Baden-Württemberg
42 Hochtief 61% Nordrhein-Westfalen
43 Linde 61% Bayern
44 MAN 48% Bayern
45 Hawesko 47% Hamburg
46 Dyckerhoff Vz. 39% Hessen
47 Volkswagen St. 38% Niedersachsen
48 R-Stahl 30% Baden-Württemberg
49 Hannover Rück 29% Niedersachsen
50 Jungheinrich 28% Hamburg

Quelle: SRH Alsterresearch AG, Dez. 1999 bis Dez. 2009; Kursentwicklung ohne Berücksichtigung von Dividendenzahlungen und Wiederanlagen

* Performance ab Jan. 2000
** Performance ab Feb. 2000
*** Performance ab März 2000

An den Börsen Hamburg und Hannover sind über 10.000 Wertpapiere gelistet, darunter Aktien, offene Fonds, Anleihen, Options- und Genussscheine sowie Zertifikate. Zudem lassen sich über die speziellen Handelsplattformen Fondsbörse Deutschland und Policenbörse Deutschland geschlossene Fonds bzw. Kapitallebens- und Rentenversicherungen handeln. Zu den Handelsteilnehmern der beiden Börsen zählen mehr als 150 in- und ausländische Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsunternehmen. Die Börsen Hamburg und Hannover erteilen keine Anlageempfehlungen und veröffentlichen ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.

Pressekontakt:

Börsen Hamburg und Hannover
Hendrik Janssen
Telefon: 0511 / 32 76 61
E-Mail: h.janssen@boersenag.de

Kay Homann
Telefon: 040 / 36 13 02-31
E-Mail: k.homann@boersenag.de
Internet: www.boersenag.de

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E-Mail: phl@fischerappeltziegler.de

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