Berlin (ots) – Terrorist Klar
Anlässlich der geplanten Freilassung des Terroristen Christian Klar
und erste Debatten über mögliche Talk-Show-Auftritte erklären der
kultur- und medienpolitischer Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen (Bönstrup) MdB und der
zuständige Berichterstatter, Dr. Günter Krings MdB:
Mit der Freilassung des Terroristen Christian Klar wird von
Medienmachern Fingerspitzengefühl erwartet. Einem rechtskräftig
verurteilten Verbrecher nach dessen Freilassung ein Forum in
Talkshows bei ARD, ZDF oder den Privaten zu bieten, wäre für Opfer
und ihre Familien unerträglich. Wir appellieren daher an die
Medienvertreter, die Opfer zu respektieren und auf Einladungen an
Klar zu verzichten. Bereits die Einladung durch das Berliner Ensemble
haben die Geschädigten als einen Schlag ins Gesicht empfunden. Ihn
ohne Presseankündigung zur Arbeit zu verhelfen, und damit eine
Rückkehr ins Arbeitsleben ohne Medienrummel zu ermöglichen, hätte
hingegen Anerkennung verdient. Es darf nicht vergessen werden:
Christian Klar, der an den Attentaten an Hanns Martin Schleyer,
Sigfried Buback und Jürgen Ponto beteiligt war, schweigt über seine
Taten, zeigt keine Reue!
Einige Ex-Terroristen der RAF haben sich nach ihrer Freilassung
unauffällig und verantwortungsbewusst gesellschaftliche Existenzen
aufgebaut. Das ist der angemessene Weg, der Weg der Wiedergutmachung
auch wenn damit die Taten nicht aus der Welt geschaffen werden, die
Opfer weiterleiden. Nicht das Leben der Täter, sondern die immer noch
nicht gänzlich aufgeklärten Taten sollten im Mittelpunkt des
Interesses stehen.
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