Berlin (ots) – “Das ist menschenverachtend”, kommentiert Britta
Pietsch, Mitglied des Parteivorstandes und Bundestagskandidatin der
Partei DIE LINKE die Verlautbarungen von Thomas Greiner,
Vorstandsvorsitzender der Dussmann-Gruppe und Vorsitzender des
Arbeitgeberverbandes Pflege. Dieser behauptete, dass die Einführung
eines gesetzlichen Mindestlohns in den Pflegenotstand führt. Dazu
erklärt Britta Pietsch:
Die acht großen privaten Pflegeanbieter mit rund 40.000
Beschäftigten treibt wohl die Sorge um, dass die Rendite in Zukunft
nicht so hoch ausfallen wird, wenn sie aufgrund der Einführung des
gesetzlichen Mindestlohns keine Hungerlöhne mehr zahlen dürfen. Es
ist höchste Zeit, dass die Pflege in öffentliche Hand genommen und
nicht den Profitinteressen einzelner überlassen wird. Über zwei
Millionen pflegebedürftige Menschen in unserem Land haben ein Recht
auf qualifizierte Pflege – unabhängig von ihrem Geldbeutel.
Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sowie Pflegende dürfen nicht
länger von der Politik im Stich gelassen und als Spielball des
Gesundheitsmarktes missbraucht werden.
DIE LINKE kämpft gegen den Pflegenotstand und für eine
qualifizierte Pflege. Durch die konsequente Erhöhung des
Personalschlüssels und die Schaffung von entsprechenden
Rahmenbedingungen kann die Situation in der Pflege verbessert werden.
DIE LINKE fordert eine ordentliche Entlohnung, denn auch das
Pflegepersonal muss von seiner Arbeit leben können und darf nicht mit
“Kost und Logis” abgespeist werden.
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