Brähmig: Kritik von Korn an der Vertriebenen-Stiftung überrascht – Kurator bestellt



Berlin (ots) – Anlässlich der jüngsten Äußerungen von Salomon
Korn, Mitglied im Stiftungsrat der “Stiftung Flucht, Vertreibung,
Versöhnung”, zur Dokumentationsstätte des Bundes im SPIEGEL erklärt
der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und
Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig MdB:

Die kritischen Äußerungen von Herrn Korn überraschen doch sehr.

Korn droht laut dem Hamburger Nachrichtenmagazin nun schon zum
zweiten Mal nach einer Stiftungsratssitzung mit Rücktritt, wenn in
der geplanten Dauerausstellung das Thema Vertreibung nicht im
Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und den NS-Verbrechen
dargestellt werde.

Dabei hat der Stiftungsrat auf seiner letzten Sitzung, an der Herr
Korn beteiligt war, nochmals und einstimmig festgehalten, dass die im
Stiftungsgesetz verankerten Ziele der Stiftung uneingeschränkt
gelten:

Zweck der Stiftung ist es, “im Geiste der Versöhnung die
Erinnerung und das Gedenken an Flucht und Vertreibung im 20.
Jahrhundert im historischen Kontext des Zweiten Weltkrieges und der
nationalsozialistischen Expansions- und Vernichtungspolitik und ihrer
Folgen wachzuhalten.”

Zuvor hatte selbst die Bundeskanzlerin in ihrer Rede auf dem
kürzlichen BdV-Jahresempfang auf diesen klar definierten Auftrag der
Stiftung hingewiesen und erklärt, dass davon nicht abgewichen werde.
Die Aussage von Salomon Korn, die Stiftung werde erst in sieben
Jahren eröffnet, entbehrt jeglicher Grundlage. Denn der Stiftungsrat
wurde durch Staatsminister Neumann persönlich informiert, dass mit
der Eröffnung 2014 zu rechnen sei.

Außerdem haben die meisten Stiftungsratsmitglieder die besagte
Sitzung als konstruktiv empfunden und ebenfalls einmütig beschlossen,
ihre Arbeit und damit die inhaltliche Diskussion über die
Ausstellungs- und Dokumentationsstätte zu Flucht und Vertreibung
jetzt zielgerichtet fortzusetzen.

So bat der Stiftungsrat den Direktor Prof. Kittel bis zur nächsten
Sitzung Eckpunkte für die Konzeption der Dauerausstellung vorzulegen.
Gleichzeitig bestellte der Stiftungsrat den Historiker Dr. Michael
Dorrmann als Kurator, der über einschlägige Erfahrungen verfügt und
bereits große Ausstellungsprojekte – etwa im Jüdischen Museum Berlin
- realisierte.

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon:  (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
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