Braunschweig (ots) – “Wahrscheinlich ärgert sich Finanzminister
Wolfgang Schäuble (CDU) selbst am meisten darüber, dass er die
Neuverschuldung von über 80 Milliarden Euro gestern vertreten musste.
Denn er wird es sein, der später auch den Sparkurs innerhalb der
Regierung durchdrücken muss.
Aber Hauskrach ist derzeit nicht angesagt, der Koalitionsfrieden hat
Vorrang. Es gilt vor der wichtigen Wahl in Nordrhein-Westfalen im
Mai, nicht den Eindruck eines zerstrittenen Haufens zu vermitteln.
Das große Gewürge wird danach kommen. Denn dann müssen auch die
Westerwelles und Röslers der Politik Vorschläge machen, wer die
Kosten für die Steuer-, Arbeitsmarkt- und Gesundheitsreform trägt.
Für den Finanzminister werden dann bessere Tage kommen. Dann kann er
nämlich Tacheles reden und auch die FDP in die Pflicht nehmen.”
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