Hamburg (ots) – Kein Seemannsgarn: Kalmare können sich aus eigener
Kraft in die Luft erheben und fliegen. Wie das Magazin GEO in seiner
April-Ausgabe meldet, gelangen erstmals scharfe Aufnahmen ihrer
Flugkunststücke. Auf den Fotos der Fotografen Anthony Pierce und Bob
Hulse ist zu erkennen, wie die Tiere die Seitenflossen am spitzen
Ende ihres Körpers und feine Häute zwischen den Fangarmen als
Tragflächen nutzen. Vortrieb erzeugen die Tintenfische, indem sie
einen Wasserstrahl aus ihrem Inneren pressen.
Vor allem dieser Düsenantrieb macht die Entdeckung spektakulär.
Denn das Rückstoßprinzip wirkt sowohl im Meer als auch in der Luft.
Im Flug, wenn der Wasserwiderstand fehlt, arbeitet der Antrieb sogar
effektiver.
Der Tintenfischexperte Ron O’Dor von der Dalhousie University in
Halifax, Kanada, vermutet deshalb, dass die Kalmare das Fliegen
erfunden haben, um energiesparender voranzukommen. Sie können ein
Vielfaches ihrer Körperlänge in der Luft zurücklegen. Fische hingegen
brauchen für ihre Flossen das umgebende Wasser und müssen sich extrem
anstrengen, mit Schwung ihr nasses Element zu verlassen.
Die aktuelle GEO-Ausgabe umfasst 154 Seiten, kostet 6,30 Euro und
ist ab sofort im Handel erhältlich.
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zum Download.
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Maike Pelikan
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