Berlin (ots) – “Die deutschen Ausfuhren stagnierten zum
Jahresbeginn. Schwach zeigte sich insbesondere der Handel mit den
EU-Staaten. Die Folgen der Wirtschaftskrise zeigen sich insbesondere
in Südeuropa, wo die Investitionszurückhaltung negativ auf die
Nachfrage nach deutschen Produkten durchschlug. Positiver
entwickelten sich die Ausfuhren in die außereuropäischen Staaten.
Auch die Importseite deutet noch nicht auf eine nachhaltige
Wiederbelebung der Wirtschaft hin. Auch wenn die Importe im
Vormonatsvergleich deutlich gestiegen sind, so sind sie im
Vorjahresvergleich weiter gesunken.” Dies erklärte Anton F. Börner,
Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel,
Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin.
Das Statistische Bundesamt hatte zuvor die Außenhandelszahlen für
Januar 2010 veröffentlicht. Demnach wurden im Januar Waren im Wert
von 63,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 56,0
Milliarden Euro importiert. Der Außenbeitrag belief sich damit im
Januar 2010 auf 8,0 Milliarden Euro.
“Trotz eines verhaltenen Starts stehen die Zeichen auf Erholung. Die
Schwellenländer sind die Gewinner der Krise und bleiben auf absehbare
Zeit die Wachstumstreiber für die Weltwirtschaft. Die Gefahr einer
Kreditklemme ist für die deutschen Unternehmen noch nicht gebannt.
Auch ist die Situation der Unternehmen bei der Absicherung von
Exportkrediten nach wie vor angespannt. Gerade die Entwicklungen in
Griechenland haben zu einer neuen Verunsicherung und Zurückhaltung
bei den Marktteilnehmern geführt. Die Lösungen für diese Probleme
sehen wir in einer Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes und in
einer Verlängerung der erweiterten Deckungsmöglichkeiten durch die
staatliche Exportkreditversicherung”, so Börner abschließend.
8, Berlin, 10. März 2010
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