Berlin (ots) – “Die deutschen Exporte haben zum Jahresende 2009
ein deutliches Plus hingelegt. Die Dezemberzahlen darauf hin, dass
wir das Gröbste überstanden haben, denn aus allen Teilen der Welt ist
die Nachfrage nach deutschen Produkten im Vorjahresvergleich
gestiegen. Dennoch konnte dies nicht verhindern, dass Deutschland im
abgelaufenen Jahr mit 18 Prozent den stärksten Exportrückgang in der
Nachkriegszeit zu verzeichnen hatte. Die Krise lässt hat die
Machtverschiebung im Welthandel hin zu den Schwellenländern
beschleunigt. Dass wir den Titel des Exportweltmeisters an China
weiterreichen, bereitet uns kein Kopfzerbrechen. Das Wachstum der
chinesischen Wirtschaft wird auf lange Jahre auch unser Wachstum und
Arbeitsplätze in Deutschland sichern.” Dies erklärte Anton F. Börner,
Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel,
Dienstleistungen (BGA) heute in Berlin.
Das Statistische Bundesamt hatte zuvor die Außenhandelszahlen für
Dezember 2009 veröffentlicht. Demnach wurden im Dezember Waren im
Wert von 69 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 55,5
Milliarden Euro importiert. Der Außenbeitrag stieg damit auf 13,5
Milliarden Euro an.
“Für eine vollständige Entwarnung ist es jedoch noch zu früh. Der
anhaltende Rückgang bei den Importen, vor allem aus Übersee, weist
darauf hin, dass sich große Teile der Wirtschaft noch in einer Art
Leerlauf befinden. Es muss nun alles dafür getan werden, den
Aufschwung im Export zu fördern und zu stabilisieren. So sind die
Finanzierungsbedingungen weiterhin unbefriedigend. Die Sicherung der
Finanzierungsmöglichkeiten und Verbesserung der
Finanzierungsbedingungen wird auch in den nächsten Monaten das
wichtigste Thema bleiben”, so Börner abschließend.
6, Berlin, 9. Februar 2010
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