Hamburg (ots) – Der dänische Bestsellerautor Jussi Adler-Olsen ist ein besonders fesselnder Erzähler. In der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins “stern” beschreibt er, dass er Inspiration für seine Krimi-Geschichten aus seiner Kindheit und dem wirklichen Leben schöpft.
Stoff genug bietet sein Lebenslauf allemal: Als Sohn eines Psychiaters wuchs er im Umfeld von Nervenheilanstalten auf, in denen er Elektroschocktherapien, Autopsien und die Leichen von Selbstmördern zu sehen bekam. Schon damals entwickelte er Interesse und Mitleid für die gestrandeten Seelen dieser Welt: “Ich fürchtete mich nie vor den Patienten, sie taten mir eher leid. Denn mein Vater hatte mir erklärt, dass die meisten von ihnen einmal so normal gewesen waren wie ich.” Der 60-Jährige hat Medizin, Soziologie und anschließend Filmwissenschaften studiert; war Gitarrist, Comicverkäufer, Redakteur, Verleger und Vorstand in einer Solarzellenfabrik.
Der skurrile Kommissar Carl Mørck aus Adler-Olsen Romanen “Erbarmen”, “Schändung” und “Erlösung” vom Sonderdezernat “Q” habe zwei lebende Vorbilder: Eines davon ist der Autor selbst, der mit erstem Vornamen Carl heißt. Das andere ist ein schizophrener Patient seines Vaters, der Mørck hieß, und mit dem sich der kleine Jussi damals angefreundet hatte.
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