Berliner Zeitung: Pressestimme Die Berliner Zeitung zur US-Politik gegenüber Syrien



Berlin (ots) – Die USA können zwar noch im Alleingang agieren, aber die vergangenen zehn Jahre haben deutlich die Grenzen ihrer Macht aufgezeigt. Obama und seine Außenministerin Hillary Clinton sind sich dieser Grenzen bewusst und schöpfen daher die diplomatischen Möglichkeiten so weit es geht aus – wie in Ägypten und Tunesien -, bevor sie ein begrenztes militärisches Eingreifen autorisieren – wie später in Libyen. Auch im Fall Syrien zögerten die USA lange. Seit Ende letzter Woche jedoch haben sie endlich den Druck auf das Regime von Assad deutlich erhöht, indem sie ihren Botschafter nach Hama fahren ließen und indem Clinton nun Assad die Legitimation absprach. Das wird den Demonstranten nicht unmittelbar helfen, aber es dürfte wie in Ägypten dazu beitragen, dass die Gefolgsleute des Despoten schon bald die Seiten wechseln. Der Wandel ist nicht aufzuhalten.

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