Bahn ruft Bundesmittel für das Schienennetz und die Bahnhöfe zum dritten Mal in Folge komplett ab



(pressebox) Berlin, 21.01.2009, Die DB AG hat 2008 die Bundesmittel für Erhalt und Ausbau des Schienennetzes, der Bahnhöfe und Energieanlagen in Höhe von rund 3,6 Milliarden Euro komplett abgerufen. "Dieses Resultat ist Beleg dafür, dass unsere deutlich verbesserten Planungsprozesse sowie die konsequente Umsetzung der Baumaßnahmen nachhaltig greifen. Mit den investierten Geldern sichern wir die Zukunftsfähigkeit des Systems Schiene", erklärt Stefan Garber, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG.

Die Bundesgelder wurden wie in den Vorjahren zu großen Teilen in den Erhalt der bestehenden Infrastruktur investiert. Hierbei flossen allein 1,2 Milliarden Euro in den Oberbau des Netzes, also die Erneuerung von Schienen, Schwellen und Schotter. Insgesamt standen 2008 mehrere tausend Baumaßnahmen auf der Agenda. Neben diesen Investitionen lag ein weiterer Schwerpunkt der Ausgaben bei Neu- und Ausbauprojekten, beispielsweise für die Neu- und Ausbaustrecke Karlsruhe-Basel, die Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt-Halle/Leipzig oder die Elektrifizierung der Strecke Hamburg-Lübeck. In diesem Segment wurden insgesamt über 950 Millionen Euro an Bundesmitteln verbaut. Darüber hinaus wurden rund 250 Millionen Euro für die Erhaltung und Modernisierung von rund 500 Stationen investiert. Schwerpunkte waren die Sanierung von kleinen und mittleren Bahnhöfen in der Fläche sowie der barrierefreie Ausbau. Die DB Energie hat im vergangenen Jahr rund 100 Millionen Euro in die Erneuerung von Bahnstromleitungen, Unterwerken oder Umrichterprojekten investiert.

Auch im Jahr 2009 setzt sich das intensive Baugeschehen fort. Im Schnitt wird jeden Tag an rund 600 Baustellen gearbeitet, wobei nach wie vor die Erneuerung des Oberbaus auf den hoch belasteten Hauptstrecken und Eisenbahnknoten sowie Präventionsmaßnahmen im Vordergrund stehen. Gleichzeitig wird der Aus- und Neubau von Strecken weiter vorangetrieben. Darüber hinaus steht die Modernisierung weiterer Bahnhöfe an, um die Aufenthaltsqualität und Reisendeninformation für die Bahnkunden weiter zu erhöhen. Im Bereich der Energie wird die Erneuerung der Bahnstromanlagen weiter fortgesetzt. Darüber hinaus wird die DB AG durch die zusätzlichen Mittel aus den Konjunkturprogrammen des Bundes wichtige Infrastrukturprojekte vor allem beim Schienennetz und den Bahnhöfen kurzfristig umsetzen können.

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