Frankfurt/Main (ots) – Branchen-Oscar würdigt Spitzenleistungen
Hamburger Foodservice Preis 2009 für: McCafé – McDonald’s, München
/ Sansibar, Sylt / Rostislav Ordovsky-Tanaevsky Blanco,
Moskau/Russland
Eine innovative Submarken-Strategie des Marktführers, ein
erfolgreicher Transfer vom Unikat zur Lifestyle-Marke sowie eine
einzigartige Pionierleistung im russischen Foodservice-Markt werden
mit dem diesjährigen Hamburger Foodservice Preis belohnt. Für ihre
herausragenden Leistungen in verschiedenen Kategorien erhalten zwei
Unternehmen sowie ein russischer Unternehmer die Auszeichnung:
McCafé, Sansibar und Rostislav Ordovsky-Tanaevsky Blanco. Die
Preisverleihung findet am 13. März 2009 anlässlich der
Internorga-Messe in Hamburg statt.
Bei dem Hamburger Foodservice Preis geht es um unternehmerischen
Erfolg in einer von massivem Strukturwandel geprägten Branche. Das
Augenmerk gilt Leistungen, die Maßstäbe setzen und Impulse für den
Fortschritt der gesamten Branche liefern – nationale oder
internationale Benchmarks. Im Blickfeld der Jury steht die gesamte
gastronomische Bandbreite von Fast Food bis Fine Dining.
Stifter des renommierten Branchen-Awards ist der Deutsche
Fachverlag, Frankfurt am Main, als Herausgeber der
Wirtschaftsfachzeitschriften food-service und FoodService Europe &
Middle East. Seit 1983 vergab die eingesetzte Fachjury bis heute
insgesamt 80 Auszeichnungen an Unternehmen und Persönlichkeiten der
Gastronomie. Bisherige Preisträger waren unter anderem: McDonald’s,
Eugen Block, der Europa-Park Rust sowie die Gastronomie von Ikea, Sir
Terence Conran und Le Pain Quotidien aus Belgien.
Die Preisträger 2009 im Einzelnen
Für die innovative Submarken-Strategie des Marktführers: McCafé –
McDonald’s, München
McCafé ist für McDonald’s Deutschland der neue starke
Wettbewerbsvorteil im Quickservice-Feld. Die Coffeebar-Submarke des
Marktführers gilt unumstritten als bedeutendste Innovation seiner
jüngsten Unternehmensgeschichte. Das in Australien entwickelte
Shop-in-Shop-Konzept wurde bis Ende 2008 im deutschen Markt rund 540
Mal implementiert. Inzwischen bieten 40 Prozent aller Restaurants
hierzulande dieses ergänzende Angebot.
Ersten Tests im Herbst 2003 folgte ab 2006 massive Expansion.
Allein im vergangenen Jahr kamen knapp 150 neue McCafés hinzu. Auch
im Feld der Kaffeebars hat McDonald’s damit in rasantem Tempo die
Spitzenposition erobert.
Initiiert und vorangetrieben wurde die Entwicklung wesentlich
durch den aktuellen CEO Bane Knezevic und seinen Stellvertreter
Holger Beeck. Für sie war und ist McCafé das Zugpferd im
Umbau-Programm des Restaurant-Netzwerks.
Ein McDonald’s-Restaurant mit McCafé generiert nach Umbau 12 bis
15 Prozent mehr Umsatz, in Einzelfällen deutlich über 20 Prozent.
Ohne den zweiten Counter sind es 6 bis 7 Prozent Mehrerlöse. McCafé
ist als Geschäftsmodell nicht isoliert zu betrachten, denn McCafé
generiert auch Mehrverkäufe im klassischen Sortiment von Big Mac &
Co. So bringt das neue Modul in der Summe hohe unternehmerische
Synergien.
“Die Kaffeebar-Marke hat sich als beeindruckendes
Selbsterneuerungsmodell für McDonald’s erwiesen: ein Quantensprung,
ein Glücksfall für die Wiedererstarkung des Systems. Und eine
Innovations-Benchmark für die gesamte Branche”, heißt es in der
Laudatio für McCafé.
Für den erfolgreichen Transfer vom Unikat zur Lifestyle-Marke:
Sansibar, Sylt
In 30 Jahren wurde aus einem Strandimbiss in den Rantumer Dünen
auf Deutschlands bekanntester Insel eine gastronomische Kultmarke,
die in der obersten Gourmet-Liga spielt. Es ist die einzigartige
Erfolgsgeschichte des schwäbischen Unternehmers Herbert Seckler. Der
gelernte Koch aus Wasseralfingen kam Mitte der 70er Jahre blutjung
nach Sylt – und blieb. Nach zehn Jahren Existenzkampf brachte er
seine Sansibar Ende der 80er auf Erfolgskurs – plötzlich kam die
begehrte Schickeria in Scharen.
Die Sansibar setzt auf ein hochattraktives, breit gefächertes
kulinarisches Programm – von der legendären Currywurst über
schwäbische Hausmannskost bis zu Sashimi oder Kaviar. Das Pendant auf
der Getränkeseite: eine Weinkarte mit mehr als 1.000 Positionen und
ein Weinkeller unter den Dünen mit 40.000 Flaschen jedweder
Preislage.
Das Säbel-Logo steht außerdem heute für eine deutschlandweit
begehrte Lifestyle-Marke mit aktuell drei Geschäftsfeldern. Zum
gastronomischen Basislager mit einer Crew von 160 Mitarbeitern – 364
Tage im Jahr geöffnet – gesellt sich seit 1997 ein Wein-Versandhandel
für Privat- und Profi-Kunden. Jüngst kam ein rasch wachsendes
Merchandising-Geschäft hinzu: Eine Sansibar-Modekollektion und ein
Lizenzartikel-Sortiment werden inzwischen in fünf Festland-Stores
sowie 100 weiteren Verkaufspunkten angeboten. Jedes der drei
Standbeine erzielte 2008 Umsätze in zweistelliger Millionenhöhe. Zur
Ausstrahlung der Marke gehört auch, dass ihre F&B-Klassiker bei Air
Berlin über den Wolken und bei der Deutschen Bahn auf der Schiene im
Verkaufsprogramm stehen.
“Im Falle Sansibar ist gelungen, was viele anstreben: einer
gastronomischen Marke Flügel zu verleihen und ihre Anziehungskraft
branchenübergreifend im Handel auszuschöpfen – sprich zu
kapitalisieren”, urteilte die Jury über das Sylter Unternehmen.
Für eine einzigartige Pionierleistung im russischen
Foodservice-Markt: Rostislav Ordovsky-Tanaevsky Blanco,
Moskau/Russland
Er ist einer der prominentesten und erfolgreichsten Unternehmer
Russlands. Sein gastronomisches Imperium umfasst aktuell mehr als 500
Betriebe in ganz Mittel- und Osteuropa.
Der in Südamerika aufgewachsene Sprössling einer
russisch-spanischen Emigrantenfamilie kam Mitte der 80er erstmals
nach Moskau. Und sah immense Chancen für praktisch alles. Er
entschied sich für zwei Bereiche: das Fotogeschäft und die
Gastronomie. Letzteres ist heute die unternehmerische Hauptsache des
Quereinsteigers. Der studierte Chemie-Ingenieur wurde zum
kettengastronomischen Vorreiter des Landes schlechthin und ist nun
größter Player der Casual Dining- und QSR-Branche in Russland.
Groß geworden ist Rostik, wie ihn alle nennen, mit Fast Food und
einer Chicken-Formel, getauft auf den Namen Rostik’s. Als er die
Kette vor vier Jahren in eine strategische Allianz mit Yum! Brands
International einbrachte, zählte seine Marke 80 Standorte, bei KFC
waren es 12. Aktuell umfasst das Betriebenetz 170 Outlets mit
umgerechnet gut 160 Mio. US-Dollar Umsatz. Ziel der neuen Duo-Marke
Rostik’s/KFC sind mittelfristig 300 Einheiten in Russland und den
GUS-Staaten.
Im Casual-Dining-Segment ist seine Rosinter Restaurants Holding
heute die Nummer 1 in Osteuropa. 340 Betriebe erzielten 2008 einen
Umsatz von umgerechnet über 340 Mio. US-Dollar, 28 Prozent mehr als
im Vorjahr. Dahinter stehen eigene Marken wie Il Patio und Planet
Sushi ebenso wie die Master-Lizenz für TGI Friday’s sowie jüngst ein
Joint Venture für Costa Coffee. Dass Rostik die Multi-Konzept-Gruppe
2007 als erstes russisches Gastro-Unternehmen an die Börse brachte,
spricht für seinen Mut und seine Tatkraft.
Kontakt: Gretel Weiß, Herausgeberin und Chefredakteurin
food-service / Telefon 069 7595-1511 / www.cafe-future.net
11. März 2009
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