München (ots) – Das gab es noch nie in der 54-jährigen Geschichte
von BRAVO: ein deutscher Politiker im Interview mit der
Jugendzeitschrift. Außenminister und Vize-Kanzler Guido Westerwelle
(48) spricht exklusiv mit Europas erfolgreichstem Jugendmagazin ganz
offen über Erfahrungen in der Jugend, über Helden und Kinder!
Klar habe auch er früher BRAVO gelesen, so Guido Westerwelle im
Interview, aber Dr. Sommer habe ihn nicht aufgeklärt: “Nein! Da wäre
die BRAVO zu spät gekommen. Ich war zuerst auf der Realschule – das
war eine reine Jungenschule. Und da wurde über solche Themen recht
offen und robust gesprochen”, erzählt der Politiker lachend.
Für Suzi Quatro “in ihrer Lederkluft” habe er in seiner Jugend
geschwärmt. “Und ABBA natürlich.” Als er vor kurzem in eine BRAVO
schaute, sei ein Artikel über Johnny Depp drin gewesen. “Den zum
Beispiel finde ich sehr gut”, so Westerwelle.
Naturwissenschaften gehörten in der Schulzeit nicht zu seinen
Lieblingsfächern: “Physik, Chemie, Mathematik… Die hab ich mir eher
reinzwingen müssen.” Beim Wechsel aufs Gymnasium habe er aber seine
Kunst-Leidenschaft entdeckt und wollte unbedingt Kunst studieren. “Da
hab ich meinen Lehrer gefragt, und er war so ehrlich und klug, mir zu
sagen: ‘Guido, dann studier lieber Kunstgeschichte.’ Danach habe er
gewusst, dass sein Talent zum Künstler nicht ausreiche.
Guido Westerwelle ist seit 2004 liiert mit seinem Lebensgefährten
Michael Mronz. In der Jugend sei es viel schwieriger gewesen, zu
seiner Homosexualität zu stehen, so Westerwelle. Sein Freundeskreis
und seine Familie haben es eigentlich immer gewusst, haben es
verstanden und akzeptiert. “Aber natürlich gab es manche Attacke, an
die man sich heute auch erinnert”, so Westerwelle in BRAVO. “Es gab
einige, die es gemerkt oder gewusst haben und damit nicht umgehen
konnten.”
Die Frage nach eigenen Kindern stelle sich in seinem Alter nicht
mehr, so Westerwelle. “Wenn es darum geht, was einem im Leben, das
man bisher führen durfte, fehlt, dann wäre das mit Sicherheit auf der
Liste oben. Aber: Es hat nicht sollen sein.” Deswegen engagieren sich
der Politiker und sein Partner für andere Kinder, beispielsweise in
Hilfsorganisationen.
Für redaktionelle Rückfragen wenden Sie sich bitte an die
Redaktion BRAVO, Marcus Lucas, Tel. 089/6786-7559 oder
marcus.lucas@bravo.de.
Das vollständige Interview erscheint in der aktuellen BRAVO-Ausgabe
16/2010 (EVT: 14. April 2010). Zitate sind nur bei Nennung der Quelle
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(Quelle: ag.ma, Geschäftsbericht)
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